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<title>Nachrichten und Informationen aus Bohol und den Philippinen</title>
<link>http://www.bohol-info.de/</link>
<description>Nachrichten und Informationen aus den Philippinen mit Schwerpunkt Bohol und Panglao Island</description>
<language>de-de</language>
<managingEditor>rss@leini.de</managingEditor>
<webMaster>rss@leini.de</webMaster>
<copyright>Bohol Info</copyright> 
 
 
 
 
 
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<pubDate>2010-08-21 10:14:02+0100</pubDate>
<title>Philippinen - Bus stürzt in 30 Meter tiefe Schlucht</title>
<link>http://www.bohol-info.de/news/index.php?newseinzelnwas=2317</link>
<description>Bei einem erneut schweren Busunglück sind in den Philippinen am Mittwoch (18.08.) 41 Menschen getötet worden. Der Fahrer verlor auf einer kurvenreichen Bergstraße in den Nordphilippinen die Kontrolle über sein voll besetztes Fahrzeug. Der Bus stürzte in eine 30 Meter tiefe Schlucht. Nach Angaben der örtlichen Polizei gilt ein Versagen der Bremsen als mögliche Unfallursache. Unfälle dieser Art sind in den Philippinen nichts außergewöhnliches, insbesondere zur Regenzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=http://www.leini.de/news/bilder/2010-08-20_Bus_in_Schlucht.jpg&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Bild © Manila Times&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Frei übersetzt nach einem Bericht der Manila Times (Onlineausgabe)&lt;/i&gt;</description></item>


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<pubDate>2010-07-24 09:24:47+0100</pubDate>
<title>Philippinen - Starkes Erdbeben nahe Mindanao</title>
<link>http://www.bohol-info.de/news/index.php?newseinzelnwas=2293</link>
<description>Mehrere Erdbeben haben am Samstagmorgen die Philippinen und das benachbarte Indonesien erschüttert. Vor der Insel Mindanao ereigneten sich mehrere starke Beben. Nach Angaben von Geologen hatten die Beben eine Stärke von 7,3 bis 7,6. Berichte über Schäden oder Verletzte lagen zunächst nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Beben ereignete sich um 13:35 Uhr Ortszeit (7:35 MESZ), etwa 130 Kilometer entfernt von Cotabato City, Mindanao.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Frei übersetzt nach einem Bericht der Manila Times (Online Ausgabe)&lt;/i&gt;</description></item>


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<pubDate>2010-07-15 17:20:00+0100</pubDate>
<title>Philippinen - 20 Tote bei Taifun</title>
<link>http://www.bohol-info.de/news/index.php?newseinzelnwas=2281</link>
<description>Erneut hat ein schwerer Taifun hat auf den Philippinen zahlreiche Menschenleben gekostet und schwere Schäden angerichtet. Der tropische Wirbelsturm traf am Dienstagabend auf das asiatische Land und verwüstete weite Teile der Hauptinsel Luzon. Der Taifun mit dem Namen «Conson» ist mit Windgeschwindigkeiten von weit über 100 Stundenkilometern über die dicht besiedelte Insel im Norden des Inselstaates hinweggefegt. Der eben erst gewählte Staatspräsident Benigno Aquino übte scharfe Kritik am staatlichen Wetterdienst, der die Bewohner nur unzureichend gewarnt habe. «Das war absolut inakzeptabel», sagte er bei einem Krisentreffen mit ausgewählten Vertretern von Rettungsorganisationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele der Opfer wurden von umstürzenden Bäumen, zusammenbrechenden Mauern oder umherfliegenden Gegenständen erschlagen. Mindestens 60 Menschen werden nach Behördenangaben noch immer vermisst. Unter den 60 Vermissten sind zahlreiche Fischer, die gerade auf See waren, als sie wahrscheinlich von einer Flutwelle erfasst wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner Manilas wurden von der Wucht des Sturms überrascht. In weiten Teilen der Millionen-Stadt sowie in anderen Teilen Luzons fiel stundenlang der Strom aus. Nach Angaben des staatlichen Energieversorgers könnte es noch einige Tage dauern, bis die Stromversorgung wieder flächendeckend hergestellt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Frei übersetzt von nach einem Bericht der Manila Times&lt;/i&gt;</description></item>


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<pubDate>2010-07-15 17:03:49+0100</pubDate>
<title>Philippinen - Überleben in Manila</title>
<link>http://www.bohol-info.de/news/index.php?newseinzelnwas=2280</link>
<description>Brillante Mendozas Geschichte spielt in Malabon, einem Viertel in Manila, das ständig unter Wasser steht, es gibt keine Kanalisation. Hier leben die Menschen in Armut, jeder Tag ist ein qualvoller Existenzkampf und auch den beiden alten Damen bleibt bei ihrer mühsamen Alltagsbewältigung keine Zeit für Trauer oder Wut. Sie sind unterwegs, und die Kamera folgt ihnen auf Schritt und Tritt in Pfandhäuser, zu Beratungsstellen, ins Polizeirevier, ins Gefängnis, zum Büro der Stadträtin, zum Bestatter. Ein beschwerlicher Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lesen Sie diesen sehr interessanten Bericht im Original und in voller Länge bei &lt;a href=http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11847234/63369/Brillante-Mendozas-Lola-Ueberleben-in-Manila-DRAMA.html target=_blank&gt;&lt;b&gt;maerkischeallgemeine.de&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!--Brillante Mendozas „Lola“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lola heißt auf Tagalog Großmutter und ist die Anrede für alte Frauen auf den Philippinen. In Brillante Mendozas gleichnamigem Film bekommen wir es gleich mit zwei Lolas zu tun, die ein brutaler Gewaltakt zusammenführt. Der Enkel der einen hat den Enkel der anderen wegen eines Handys auf offener Straße erstochen. Sepa, die Großmutter des Toten, braucht Geld, um die Beerdigung zu bestreiten. Puring dagegen versucht, die Kaution für den Enkel aufzutreiben, um ihn aus dem Gefängnis herauszuholen, denn ohne dessen Unterstützung kann die Familie kaum überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist heiß, feucht und stürmisch in Manila. Der Lärm der Metropole ist ohrenbetäubend und man kann kaum glauben, wie die Alten diese Strapazen aushalten. Die Würde, die sich in ihren zerfurchten Gesichtern spiegelt, treibt sie voran, immer weiter auf der Suche nach Geldspenden. Und es ist beachtlich zu sehen, welche ausgeprägten nachbarschaftlichen Netzwerke es gibt, wer wem hilft und sei es mit 20 Pesos (etwa 30 Cent).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit „Lola“ setzt der 49-jährige ehemalige Werbefilmer Mendoza seine philippinische Alltagsgeschichte über Menschen aus seiner Umgebung fort. „Ich mag es, Filme über echte Lebensgeschichten zu machen, die die Philippinen beschreiben. Es soll sich anfühlen, als ob du deinen Nachbarn siehst und hautnah erlebst.“ Und tatsächlich montiert er seine Bilder so, dass sie einen ungewöhnlich komplexen Wirklichkeitseindruck erzeugen, man glaubt fast zu riechen und zu spüren, was auch daran liegt, dass er in Echtzeitsequenzen filmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brillante Mendoza ist der Shootingstar des philippinischen Kinos. Der 49-Jährige studierte Kunst und Werbung, arbeitete zunächst am Theater, später bei Film und Fernsehen. Von 1990 bis 2004 gehörte er zu den gefragtesten Produktionsdesignern, ehe er dann seine Liebe zum Kino entdeckte und es mit seinen Werken über Polizeigewalt, Pornokinos und Korruption sofort auf die großen europäischen Festivals schaffte. Zeitgleich mit „Lola“ läuft auch sein in Cannes mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnetes Drama „Kinatay“ in unseren Kinos an. Der Schocker über eine Prostituierte, die entführt, misshandelt und zerstückelt wird, ist eine Tortur, die man sich nicht antun muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lola“ dagegen ist unbedingt ein Gewinn, auch wenn es für uns aus europäischer Sicht höchst verwunderlich ist, dass ein Totschlag-Delikt finanziell zu regeln ist. Denn am Ende treibt Oma Puring so viel Geld auf, dass sie sich mit Oma Sepa außergerichtlich einigen kann – Aufhebung der Anklage gegen eine Entschädigungszahlung nennt sich das – und ihr Enkel frei kommt. „Man kann sogar um das Leben feilschen“, sagt Mendoza und übt damit Kritik an dem versagenden Rechtssystem, den vielen Ungereimtheiten im Justizwesen und an der Korruption, die alle Ebenen durchzieht. „Die Menschen haben keine andere Wahl, als die Dinge untereinander zu regeln,“ so sein Fazit.--&gt;</description></item>


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<pubDate>2010-06-17 09:56:24+0100</pubDate>
<title>Philippinen - Gefangen im Paradies</title>
<link>http://www.bohol-info.de/news/index.php?newseinzelnwas=2241</link>
<description>Sie träumen von einem Lebensabend im Luxus, von einer Villa am Meer, vielleicht einer jungen Geliebten. Doch das Rechtssystem der Philippinen gerät für manchen Ausländer zur Falle. Die Geschichte eines deutschen Rentners, der im Tropen-Knast landete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lesen Sie diesen sehr interessanten Bericht im Original und in voller Länge bei &lt;a href=http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama&gt;&lt;b&gt;fr-online.de&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!--&lt;i&gt;Von Carsten Stormer&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Zeitzonen von Deutschland entfernt denkt Joachim Guilliard darüber nach, wie er am besten sein Leben beenden könnte. Ein Buch liegt neben seiner Pritsche auf dem Nachttisch, «Lexikon merkwürdiger Todesarten». Die Gedanken in seinem Kopf fahren Achterbahn, drehen sich ständig um Gerechtigkeit und Unrecht, und um Rettung. Joachim Guilliard plant seinen Selbstmord als letzte Station auf einem Weg, der ins Paradies führen sollte - und dann in einer Hölle endete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit neun Monaten nun sitzt er hier fest, sein Leben hat sich auf zehn Quadratmeter Einzelzelle reduziert. Darin befinden sich ein Hock-Klo, eine Dusche, eine Küchenzeile mit Herd und Kühlschrank, ein Bistrotisch und zwei Holzregale. Auf den Regalen stehen Bücher und zwei Packungen Fertig-Knödel. Es ist eine gute Zelle, für philippinische Verhältnisse. Dennoch: «Mit jedem Tag hier verliere ich ein bisschen mehr von meiner Kraft», sagt Joachim Guilliard. Inzwischen erwarte er nicht mehr viel, von niemandem. Er legt sich auf sein Bett starrt an die Decke, seine Daumen trommeln auf seiner Brust. Seine Gedanken kreisen um die Anklage: Menschenhandel. Er soll minderjährige Mädchen zur Prostitution gezwungen haben. «Hab´ ich nicht», sagt er wie nebenbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Gesicht ist freundlich, ein bisschen blass. Die graublonden langen Haare hat er zu einem Pferdeschwanz gebunden. Er wirkt, trotz allem, viel jünger als 60. Ruhig, ganz leise erzählt Guilliard seine Geschichte, eine Geschichte von falsch verstandener Freundschaft und Verrat, von Naivität und dem Irrglauben, dass man anständig behandelt wird, wenn man sich anständig verhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=http://www.leini.de/news/bilder/2010-06-17_Gefangen_im_Paradies.jpg&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Bild © Carsten Stormer&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die meisten sitzen zu Recht&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Philippinen sind der tropische Traum vieler deutscher Geschäftsleute, Aussteiger und Touristen. Einige bleiben für immer. Und manche von ihnen landen im Gefängnis - aus Ahnungslosigkeit, Dummheit, selbstverschuldet. Die meisten sitzen zu Recht. Aber einige sind unschuldig, wurden von ihren Geschäftspartnern oder der philippinischen Ehefrau übers Ohr gehauen. Oft warten sie monate-, manchmal jahrelang auf einen Prozess und müssen sich am Ende ihre Freiheit für viele tausend Euro von korrupten Richtern und Anwälten erkaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es regnet, über der Ferieninsel Cebu hängen dichte Wolken wie ein nasses Tuch. Das Stadtgefängnis von Mandaue ist eine Festung aus Stacheldraht und Beton. 680 Gefangene hausen hier zusammengepfercht in schmalen Zellen, die sich jeweils 14 Häftlinge teilen. Nur Guilliard hat eine Einzelzelle. Deckenventilatoren verquirlen die Januarhitze über den Häftlingen: Mörder, Vergewaltiger, Betrüger, Menschenhändler, Diebe und ein Haufen armer Schlucker, die sich keinen Anwalt leisten können und von denen niemand so genau weiß, warum sie eigentlich eingesperrt sind. Und ein Deutscher: Die Beweislage spricht für ihn, Zeugen entlasteten ihn. Aber das interessiert niemanden hier, nicht die Richterin, nicht seine Anwälte. Er soll seine Unschuld beweisen, heißt es. Wie? Keine Ahnung. So etwas, sagt er, ist kaum auszuhalten, seelisch nicht, körperlich nicht. In den Zellenblocks riecht es nach Urin, altem Schweiß und Dreck. Die meiste Zeit liest er, manchmal guckt er Maischberger oder Beckmann über Satellit, lernt Englisch und Filipino. Guilliard will, dass sein Leben endlich weitergeht. Mandaue ist ein Schwebezustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor fünf Jahren kam Joachim Guilliard auf die Philippinen, weil er das kalte, enge Deutschland satt hatte. Der Verkauf seiner Firma hatte ihn reich gemacht. Den Herbst seines Lebens wollte er in den Tropen verbringen, mit seiner Leidenschaft Tauchen, in seiner schicken Villa mit Privatstrand und Schwimmbad, sorgenfrei. Vielleicht in eine Ferienanlage investieren, nur so zum Spaß. Die Insel Cebu schien das Gegenteil von Deutschland zu sein, ein Aussteiger- und Rentnerparadies. Sonne im Überfluss, weiße Sandstrände, schöne Mädchen, die in Bars flanieren, Kokospalmen. Hier traf er Gleichgesinnte, andere Auswanderer, die sich ein wenig Deutschland in die Fremde holten. Einer von ihnen wurde Guilliards Freund. Gemeinsam zogen sie um die Häuser, tranken Cocktails in den Bars, grillten Fisch auf Guilliards Veranda. Der Freund wollte Restaurants und Bars eröffnen, aber ihm fehlte Geld, viel Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guilliard half aus, mal mit zwei Millionen Pesos, mal mit fünf. Immer wieder. «Ich muss mir um Geld keine Sorgen machen», sagt er. Er wollte dem Kumpel helfen. Am Ende hatte er knapp 20 Millionen Pesos, über 300.000 Euro, in den Traum eines anderen investiert. Als er das Geld zurückforderte, standen kurz darauf Polizisten vor ihm. Sie sagten, er würde in den Bars des Freundes minderjährige Mädchen zur Prostitution zwingen. Er solle bitte mitkommen, eine Aussage machen. Es kann sich nur um eine Verwechslung handeln, dachte Guilliard, und ging mit. Dann steckte man ihn in eine Zelle, ohne Haftbefehl, ohne dass er eine Aussage gemacht hatte und ohne einen Dolmetscher, der übersetzte, was man ihm vorwarf. «Ich habe mir in meinem ganzen Leben nichts zuschulden kommen lassen, ich bin reich, habe einen guten Ruf und eine Tochter. Das konnte ja nur ein Missverständnis sein», sagt Guilliard neun Monate später. «Warum sollte ich so etwas tun? In einer Bar, die mir nicht gehört?» Es gibt Zeugen, die ihn entlasten: Barmädchen, Bedienungen, Angestellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen wurden zwei Richter wegen Befangenheit abgelöst, seine Anwälte verlangen immer wieder neue Honorare, obwohl sie kaum das komplizierte Ausländerrecht verstehen. Geändert hat sich bislang an seiner Situation nichts. Guilliard zahlt trotzdem weiter, was bleibt ihm übrig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Gefängnistor steht ein hagerer Mann, er hat es eilig. Er trägt ein gestreiftes Hemd zu einer dunklen Hose, das Gesicht ein bisschen verlebt, in seiner Hand hält er eine Aktentasche. Darin befindet sich sein Schatz, eine schriftliche Genehmigung der philippinischen Regierung, Ausländer in Gefängnissen besuchen zu dürfen, allein, ohne Aufsicht. Alfred Lehnert ist der Leiter des Foreign Assistance Center (FAC), eine ehrenamtliche Beratungsstelle für Ausländer. Lehnert boxt Ausländer aus dem Knast, die unschuldig sind - unentgeltlich, mit Spenden hangelt er sich von Tag zu Tag. Engel der Gefangenen nennen sie den 60-Jährigen in Manila.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;13 Deutsche sitzen zurzeit in philippinischen Gefängnissen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehnert ist ein Einzelkämpfer. Die Deutsche Botschaft drückt inhaftierten Staatsbürgern zwar eine Liste mit Anwälten in die Hand und bringt Medikamente, falls jemand krank wird, mischt sich ansonsten aber nicht weiter ein. Ganze drei Mal hat jemand von der Botschaft Joachim Guilliard angerufen, um zu fragen, wie es ihm ergehe. Drei Mal, in neun Monaten. 13 Deutsche sitzen zurzeit in philippinischen Gefängnissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
60 Ausländer hat Lehnert in den vergangenen drei Jahren aus verschiedenen Gefängnissen geholt: Deutsche, Araber, Kanadier, Neuseeländer, und einmal bewahrte er drei burmesische Flüchtlinge vor der Abschiebung. Die meisten lagen im Clinch mit einem Geschäftspartner oder einer Ehefrau, die sich Vermögen, Villen, Yachten schnappen wollten. «Für ein paar tausend Pesos, 50 Euro, kann man Zeugenaussagen kaufen», erzählt Lehnert. «Drei genügen, um einen ungeliebten Ehemann oder einen starrköpfigen Investor abzuschieben.» Die Anklagen sind immer die gleichen: Ehebruch, Kindesmisshandlung, gefälschtes Visum. Solche Anschuldigungen sind nur schwer nachprüfbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehnert und Guilliard sitzen sich in der Zelle des Deutschen gegenüber. «Halte durch, Joachim! Wir kriegen dich hier raus», sagt Lehnert und klopft Guilliard auf die Schulter. «Alfred, ich halte es nicht mehr aus. Ich kann nicht mehr!» Zwei Stunden reden sie über seinen Fall, besprechen Details, tüfteln Strategien aus, um die Richterin zu überzeugen, Guilliard endlich zu entlassen. Lehnert tröstet, gibt Ratschläge, verspricht Hilfe. «Joachim, es ist nur eine Frage der Zeit, bis du hier rauskommst.» Guilliard schüttelt den Kopf, lässt die Schultern hängen. Längst hat er das Vertrauen in seine Mitmenschen verloren. Hoffnung? Die wird am Ende doch nur zerstört, nuschelt er. Es klafft eine riesige Lücke zwischen deutschem Rechtsverständnis und philippinischer Wirklichkeit. Zwei Welten sind das, die nichts miteinander zu tun haben. Und schnelle Lösungen gibt es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehnert weiß, wovon er spricht. Der ehemalige Bauingenieur kam als Millionär in die Tropen, «wegen des Klimas und meiner Rückenprobleme». Er kaufte schnelle Autos, teure Villen und heiratete. Einige Jahre später zeigte ihn seine Ehefrau an, ließ ihm die Garantie für sein Visum entziehen. Sie habe nur sein Vermögen gewollt, sagt er. Die Anklage lautete auf außerehelichen Sex mit einer verheirateten Frau. Das war im Jahre 2003. 18 Monate saß er im berüchtigten Ausländergefängnis von Bicutan, im Militärcamp Bagong Diwa, am Stadtrand von Manila, zwischen Kakerlaken, Schlangen und Bettwanzen «so groß wie Daumennägel». Statt sich seine Freiheit zu erkaufen und in die Abschiebung einzuwilligen, begann er, zu kämpfen, studierte das Ausländerrecht, ging durch die Instanzen, landete schließlich vor dem Obersten Gerichtshof der Philippinen - und gewann: Als erster Ausländer überhaupt, freigesprochen in allen Punkten. Lehnert ist stur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber die Freiheit war teuer erkauft. Während der Haft fielen ihm die Haare aus, er verlor an Sehkraft, und nachts verfolgen ihn bis heute die Bilder der Haft durch seine Träume. Sein Vermögen war auch futsch. Draufgegangen für Anwälte, Prozesse und Medienkampagnen. Seine Frau hatte seinen gesamten Besitz verkauft und sich mit dem Geld und der gemeinsamen Tochter nach Holland abgesetzt. Ein Recht auf Entschädigung gibt es in den Philippinen nicht. Lehnert beschloss, trotzdem zu bleiben, von vorne anzufangen, «zu verlieren hatte ich nichts mehr». Er gründete das Foreign Assistance Center (FAC). «Um für Ausländer zu kämpfen, denen das gleiche Schicksal drohte wie mir.» Vor allem für Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute berät Alfred Lehnert die philippinische Regierung in Ausländerfragen, spielt mit Ministern Tennis, heiratete eine hochrangige Polizistin und schrieb am Gesetzesentwurf für ein verbessertes Ausländerrecht mit. Das alte wurde noch vom US- Präsidenten Roosevelt 1941 als Kriegsrecht gezeichnet, als die Philippinen US-Protektorat waren. Der ehemalige Häftling ist ein angesehener Mann. «Die philippinische Regierung hat begriffen, dass auch Ausländer Rechte haben.» Früher war Lehnert reich, jetzt sei glücklich, weil er etwas gefunden hat, «wofür es sich lohnt zu kämpfen.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Abkürzung zum Glück&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehnert fährt in einem Taxi durch die schmalen Gassen von Cebu City, vorbei an modernen Gebäuden aus Beton und Glas und wackeligen Bretterbuden, Sammeltaxis hupen Passanten von der Straße, es riecht nach gebratenem Huhn, Liebesschnulzen dröhnen aus offenen Fenstern. Lehnert will ehemalige Klienten besuchen. Am Ende einer Seitengasse, auf einem Hügel mit Blick aufs Meer, bewohnt der 73-jährige Alfred Becker eine Erdgeschosswohnung. Ein lauwarmer Wind weht zum Fenster herein, auf dem Tisch steht ein Glas mit Eistee. Auf dem Knie des Rentners liegt die Hand seiner jungen philippinischen Freundin Kezia. Becker richtet einen Satz in gebrochenem Englisch an sie, nimmt die Hände zu Hilfe. Der Satz misslingt. Kezia sieht ihn an und lächelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Exfrau wollte ihn abschieben lassen, um an seine Wohnungen zu kommen, die auf ihren Namen liefen, erzählt Becker. «Die falsche Schlange hat einfach behauptet, ich hätte mich an meiner Tochter vergangen», sagt Becker und serviert Würstchen mit Kartoffelsalat. Lehnert hat den Fall übernommen - und gewonnen. Er überreicht Becker ein Dokument, das ihn freispricht und ihm erlaubt, weiterhin auf den Philippinen zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie Becker erging es auch Fritz Strahl. 60 Kilometer nördlich von Cebu City, in Carmen, verabschiedet sich der 65-Jährige von seinem Traum von Liebe und spätem Glück. Er steht im Garten seiner Strandvilla und grillt Thunfisch, eine Flasche San Miguel Bier in der Hand. Er erzählt die immergleiche Geschichte von Männern, die sich in exotische Frauen verlieben. Und von Frauen, die eine Abkürzung zum Glück suchen. Seine Frau lief nach 13 Jahren Ehe mit einem anderen davon, zeigte ihn an, um an das gemeinsame Grundstück zu gelangen. Strahl saß schon auf der Rückbank eines Autos, auf dem Weg zum Flughafen, in Handschellen. Lehnert intervenierte im letzten Augenblick und verhinderte die Abschiebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehnerts Verbündeter im Kampf gegen Willkür und Korruption ist Commissioner Marcelino C. Libanan, der Chef der Einwanderungsbehörde. Ein schwerer Mann mit Brille und Charles-Bronson-Frisur, der sich als «Pfadfinder, der dem Gesetz dient» beschreibt. «Ein anständiger Kerl», sagt Lehnert. Einmal die Woche treffen sich die beiden Männer in Libanans Büro in der Altstadt Manilas. Um sich auszutauschen, Gesetzeslücken zu finden, die man schließen sollte, Fälle zu besprechen oder weil Lehnert mal wieder die Unterschrift Libanans auf einem Entlassungspapier verlangt, und manchmal plaudern sie einfach über ihr Familienleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor drei Jahren übernahm Libanan die Behörde von seinem Vorgänger. Damals galt sie als eine der korruptesten im Land, mit der Lizenz zum Reich werden. Libanan hat sie während seiner Amtszeit zu einer der vorbildlichsten getrimmt, darauf ist er stolz. «Es ist eine Schande, was ausländischen Gästen passiert ist. Wir sind kein Verbrechersyndikat mehr.» Niemand werde mehr ohne Anklage ins Gefängnis gesteckt, damit sich andere bereichern können, «die Zeiten der Gier und Korruption in dieser Behörde sind passé», sagt Libanan und hebt dabei die rechte Hand wie zum Schwur. «Ohne Alfreds Kampf für Gerechtigkeit hätte sich wahrscheinlich nie etwas geändert.» Alfred Lehnert nippt an seinem Kaffee und lächelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gefängnis von Mandaue trifft währenddessen Joachim Guilliard der nächste Schicksalsschlag. Seine Freundin beichtet ihm, dass sie einen anderen Mann liebt, sein Anwalt weiß noch immer nicht, wie er vorgehen möchte und fragt nach mehr Geld. Guilliard ist verzweifelt, und auch Alfred Lehnert kann im Moment nicht helfen: Er hat die zuständige Richterin nicht erreicht. Sie sei auf unbestimmte Zeit auf Geschäftsreise, heißt es. Niemand kann sagen, ob und wann Guilliard entlassen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehnert ist wütend. «Da wird ein Leben zerstört, und niemanden interessiert das», sagt er und haut sich mit der flachen Hand auf den Oberschenkel. Ununterbrochen telefoniert er, mit Klienten, Richtern, Politikern, Anwälten. Dann fährt er bei seinem Freund Kardinal Vidal vorbei. Vielleicht kann der Geistliche bei der Richterin Eindruck schinden. Während er die lange Auffahrt zur Residenz des Kardinals hochfährt, klingelt sein Telefon. Am anderen Ende der Leitung ist Fall Nummer 61. Ein weiterer Deutscher sitzt im Ausländergefängnis von Bicutan. Ein Tauchlehrer, der acht Monate sein Visum überzogen hat. Alfred Lehnert verspricht zu helfen. Acht Tage später wird der Mann entlassen.--&gt;</description></item>


<item><title>bohol-info.de</title>
<link>http://www.bohol-info.de</link>
<description>Aktuelle Informationen, Nachrichten und Tv-Tips von bohol-info.de</description></item>


<item>
<pubDate>5 2010-05-31 21:20:31+0100</pubDate>
<title>Philippinen - Deutsche Wissenschaftler entdecken zwei neue Waran-Arten</title>
<link>http://www.bohol-info.de/news/index.php?newseinzelnwas=2230</link>
<description>Während Naturschützer im Jahr der Biodiversität 2010 einen massiven Schwund der Arten auf der Erde beklagen, melden André Koch und Wolfgang Böhme vom Zoologischen Forschungsmuseum Alexander König in Bonn gemeinsam mit Maren Gaulke von der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität fast eine Verdopplung der Bindenwaran-Arten auf den Philippinen. Zu den drei bisher bekannten Arten fügten die Forscher jetzt noch die beiden Arten Varanus palawanensis und Varanus rasmusseni, sowie die Unterart Varanus cumingi samarensis hinzu. Allerdings sind diese Arten nicht etwa neu aufgetaucht, sondern wurden von der Wissenschaft bisher glatt übersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=http://www.leini.de/news/bilder/2010-05-31_Waran.jpg&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lesen Sie diesen sehr interessanten Bericht im Original und in voller Länge bei &lt;a href=http://www.echo-online.de target=_blank&gt;&lt;b&gt;echo-online.de&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!--Wie aber ist es möglich, immerhin zwei Meter lange und zehn Kilogramm schwere Echsen einfach zu übersehen? Die Antwort ist banal. Die neu entdeckten Arten waren durchaus bekannt, allerdings hielten die Forscher Bindenwarane auf den Philippinen bisher oft für Individuen einer einzigen Art. Erst als André Koch Warane in verschiedenen Museen der Welt genauer untersuchte und Maren Gaulke die Bindenwarane in der Natur aufspürte, entdeckten sie auf einzelnen Inselgruppen unterschiedliche Arten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu mussten sie zum Beispiel die «Schuppenwerte» bestimmen. Die Bindenwarane in Südostasien haben nämlich verschieden große Schuppen. Auf der Insel Luzon im Norden sind die Schuppen der Echsen relativ groß. Die zu anderen Arten gehörenden Bindenwarane auf der viel weiter südlich liegenden Insel Borneo, die zwischen den Staaten Indonesien, Malaysia und Brunei aufgeteilt ist, haben dagegen viel mehr Schuppen, die dafür aber kleiner sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Koch nun die Schuppengrößen von Museumstieren anschaute, die von den dazwischen liegenden Inseln Palawan, Bohol, Leyte und Samar, sowie Tawi Tawi stammten, lag sowohl die Größe wie auch die Zahl der Schuppen zwischen den Werten von Luzon und Borneo. Außerdem hatten die Echsen auch völlig andere Fleckenmuster und Färbungen. Fasst der Forscher diese Eigenschaften zusammen, findet er bei den Bindenwaranen auf Palawan immer ein ähnliches Muster, während die Tiere auf Tawi Tawi ein ganz anderes Design haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein drittes, wieder anderes Muster haben die Warane auf Bohol, Leyte und Samar. Allerdings ähneln diese Tiere den Bindenwaranen Varanus cumingi auf der südlichen Insel Mindanao so stark, dass sie keine eigene Art, sondern nur eine Unterart von diesen sein können, die auf Varanus cumingi samarensis getauft wurde. Varanus palawanensis auf der Insel Palawan und Varanus rasmusseni auf der kleinen Insel Tawi Tawi im Nordosten von Borneo sind auf jeden Fall eigene Arten. Koch kann erklären, wie diese Arten und Unterarten entstanden sind: «Auf dem Höhepunkt der letzten Eiszeiten lag der Spiegel der Weltmeere mehr als hundert Meter tiefer als heute», erläutert der Forscher. Dadurch wuchsen Mindanao, Bohol, Leyte und Samar zu einer großen Insel zusammen, auf der sich die Art Varanus cumingi bildete. Die heute westlich davon liegenden Inseln Panay, Negros und Cebu waren in der Eiszeit ebenfalls zu einer großen Insel zusammen gewachsen, die von anderen Inseln getrennt blieb. Dort entstand die Art Varanus nuchalis, die schon länger bekannt ist und heute die drei wieder voneinander getrennten Inseln bevölkert. Auch Luzon (mit der bekannten Art Varanus marmoratus), Palawan, Borneo sowie das mit der kleineren Insel Jolo zusammen gewachsene Tawi Tawi waren damals durch Meeresstraßen getrennt, so dass sich auf ihnen eigene Arten entwickelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn schon so große Tiere wie Warane lange nicht als eigene Arten erkannt werden, sollten bei kleineren Tieren wohl noch viel mehr Arten bis heute unbekannt sein, argwöhnen die Forscher. Insgesamt dürfte deshalb die Artenvielfalt auf der Erde noch immer deutlich unterschätzt werden. Auch das Jahr der Artenvielfalt wird an diesem Zustand aus einem einfachen Grund wenig ändern. An den Universitäten gibt es kaum noch Systematiker, die Arten exakt bestimmen können. Und auch an Museen werden diese Stellen oft nicht wieder besetzt, wenn ein Systematiker wie Jens Rasmussen vom Zoologischen Museum Kopenhagen in Pension geht. Von dort stammen übrigens die beiden Museumsexemplare, die jetzt als eigene Art von der Insel Tawi Tawi bestimmt und die nach Rasmussen auf Varanus rasmusseni benannt wurden. --&gt;</description></item>


<item>
<pubDate>2010-05-13 20:22:24+0100</pubDate>
<title>Philippinen - Philippinische Hoffnungen</title>
<link>http://www.bohol-info.de/news/index.php?newseinzelnwas=2220</link>
<description>Man braucht schon einen gewissen Starrsinn, um auf den Philippinen die Hoffnung auf Besserung nicht aufzugeben. Das südostasiatische Land wird von nahezu keinem Übel verschont, leidet chronisch unter Armut und häufig unter Naturkatastrophen. Im Alltag setzen den Filipinos Korruption und Vetternwirtschaft einer kleinen Clique von wohlhabenden Familien zu, die mit ihren Methoden keinem Feudalsystem nachstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lesen Sie diesen sehr interessanten Bericht im Original und in voller Länge bei &lt;a href=http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/meinung/2636307_Philippinische-Hoffnungen.html target=_blank&gt;&lt;b&gt;fr-online.de&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!--&lt;i&gt;Von Willi Germund&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der eben gewählte neue Präsident Benigno «Noynoy» Aquino ist das typische Produkt einer solchen Dynastie. Der Familie gehören unter anderem 7500 Hektar Land, das schon vor Jahren an Kleinbauern verteilt werden sollte. Das Vorhaben versandete wie so viele Versprechen, die den Filipinos gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch gilt der 50-jährige Junggeselle Noynoy seinen Landsleuten als Symbol der Hoffnung - und das entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Bis zum Krebstod seiner Mutter Corazon Aquino, der ehemaligen Präsidentin und «Großmutter des friedlichen Volksaufstands», im Herbst vergangenen Jahres galt der Senator als weitgehend unbeschriebenes Blatt, der politisch so gut wie gar nicht von sich reden machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber sein Wahlkampfmotto «Keine Korruption, keine Armut» schlug die Wähler in den Bann. Es weckte Hoffnungen auf einen Neuanfang in einer Nation, in der die Armut seit dem Jahr 2001, dem Amtsantritt von Vorgängerin Gloria Arroyo, gewachsen ist. Die Geschichte der Philippinen legt die Vermutung nahe, dass der Euphorie über Noynoys Sieg bald Ernüchterung folgen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das muss nicht einmal die Schuld des neuen Präsidenten sein. So massiv sein Wahlsieg ausfiel, so gewaltig sind schließlich auch die Widerstände, die er überwinden muss. Mit seinem Wahlkampfversprechen, die Korruption einzudämmen und eine Kommission einzusetzen, die den Verfehlungen der bisherigen Präsidentin Gloria Arroyo auf den Grund gehen soll, wagt Benigno Aquino eine direkte Konfrontation mit den Mächtigen des Landes. Der zukünftige Präsident wird auf den entschiedenen Widerstand des «Eisernen Engels» stoßen, wie der Spitzname von Gloria Arroyo lautet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie konnte nach zwei Amtszeiten laut Verfassung nicht mehr als Präsidentin antreten, wurde aber als Abgeordnete in den Kongress des Landes gewählt. Schon am ersten Tag nach der Wahl kursierten in der Hauptstadt Manila Gerüchte, sie könne ihre weitreichende politische Unterstützung nutzen, um auf eine Verfassungsänderung zu dringen. Das Ziel: Das mächtige Präsidentenamt solle geschwächt werden, indem der Posten eines Premierministers geschaffen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch handelt es sich um düstere Vorhersagen. Aber die Philippinen waren noch nie das stabilste Land. Dabei benötigt es dringend Ruhe, um die massiven Probleme zu bewältigen. US-Truppen kämpfen an der Seite von philippinischen Soldaten in der Basilan-Region gegen extremistische, mit Al Kaida verbandelte Gruppen. Friedensgespräche mit islamischen Separatistenbewegungen im Süden scheiterten. Vor allem muss Aquino sich bemühen, die soziale Frage anzugehen und der Wirtschaft Vertrauen einzuflößen. Gegenwärtig gibt es nämlich nur einem Boom auf den Philippinen: Die Zahl der Auslandsüberweisungen von Filipinos, die irgendwo in der Welt einen Job gefunden haben, steigt stetig an.--&gt;</description></item>


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<pubDate>2010-05-13 20:03:31+0100</pubDate>
<title>Philippinen - Aquino gewinnt Präsidentenwahl</title>
<link>http://www.bohol-info.de/news/index.php?newseinzelnwas=2218</link>
<description>Auf den Philippinen hat Senator Benigno «Noynoy» Aquino III. die Präsidentenwahl für sich entscheiden können. Der Sohn von Ex-Präsidentin Corazon Aquino lag nach Auszählungsergebnissen vom Montag mit mehr als 40 Prozent in Führung. Die kombinierten Präsidentschafts-, Parlaments- und Regionalwahlen in den Philippinen waren von einer Serie von Gewalttaten überschattet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Wahlkommission in Manila nach der Auszählung der Stimmen mitteilte, lag «Benigno Aquino» mit einem Stimmenanteil von mehr als 40 Prozent vorne. Seine Konkurrenten, der Ex-Präsident Joseph Estrada und der in den Philippinen bekannte Geschäftsmann Manny Villar, landeten mit 26 bzw. 14 Prozent auf Platz zwei und drei. Staatschefin Gloria Arroyo, deren Amtszeit von Korruptionsvorwürfen überschattet war, durfte nicht mehr für das Präsidentenamt kandidieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Präsidentschaftswahlen werden auf den Philippinen regelmäßig von Gewalt überschattet. Viele zur Wahl stehende Politiker bedienen sich dabei eigener Milizen um die Wähler einzuschüchtern. Bereits im Vorfeld des diesjährigen Wahlkampfes, waren mehr als zwanzig Menschen bei Gewaltakten ums Leben gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Wahl standen der neue Präsident, seinen Stellvertreter und ein neues Parlament. Gleichzeitig wurden die Provinz- und Kommunalwahlen abgehalten. Insgesamt wurden 17.000 politische Mandate neu vergeben. Nach Einschätzung der Wahlkommission lag die Wahlbeteiligung bei rund 75 Prozent der Wahlberechtigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Frei übersetzt nach einem Bericht der Manila Times&lt;/i&gt;</description></item>


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<pubDate>2010-05-05 18:48:14+0100</pubDate>
<title>Philippinen - Lesbischwule Partei «Ang Ladlad» zur Wahl zugelassen</title>
<link>http://www.bohol-info.de/news/index.php?newseinzelnwas=2204</link>
<description>Wenn die Philippinen am 10. Mai wählen, tritt erstmals eine lesbischwule Partei zur Wahl an. Die Gruppe «Ang Ladlad» mußte dabei allerdings ihre Kandidatur vor Gericht «erkämpfen».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst hatte die zuständige Wahlbehörde «COMELEC» das Antreten von «Ang Ladlad» zur Wahl im Mai verboten, weil die Partei nicht religiöse bzw. moralische Vorgaben der Philippinen erfüllen würde. Dagegen klagte die Gruppe nun  erfolgreich. Der Oberste Gerichtshof der Philippinen hat «Ang Ladlad» als wahlwerbende Partei inzwischen anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entscheidung beruht auf dem Gleichbehandlungsgesetz und dem Recht auf eine freie Meinungsäußerung. «Dies sei  auch die Freiheit jener, deren Meinungen und Werte man selbst nicht gerne teilt», so die Aussage des Obersten Gerichtshofes. «Nur weil man die Ansichten einer Gruppe nicht für unmoralisch halte, dürfe man ihnen ein Antreten bei den bevorstehenden Wahlen nicht verbieten». «Wir erinnern daran, dass die Philippinen es nicht als nötig ansehen, homosexuelle Handlungen zu verbieten», heißt es weiter in der Urteilsbegründung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Frei übersetzt nach einem Bericht der Manila Times&lt;/i&gt;</description></item>


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<pubDate>2010-04-24 14:22:40+0100</pubDate>
<title>Philippinen - Leben wie die Könige</title>
<link>http://www.bohol-info.de/news/index.php?newseinzelnwas=2195</link>
<description>In vielen Industrienationen steigen die Lebenshaltungskosten - vor allem für Rentner ist das oft schwierig. Die Philippinen bieten Senioren aus dem Westen komfortable Rentendörfer zu günstigen Preisen an. «Paradise is as near as we are ever likely to find one», sagt Raymond Humphrey und rührt dabei in seinem Tee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lesen Sie diesen sehr interessanten Bericht im Original und in voller Länge bei &lt;a href=http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5498184,00.html target=_blank&gt;&lt;b&gt;dw-world.de&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!--Auch sonst erinnert alles im Haus des Briten an dessen Herkunftsland Großbritannien. Humphrey und seine Frau Cleopatra haben ihrer Heimat allerdings bereits vor fünf Jahren den Rücken gekehrt. Ihr Haus befindet sich in Indang Village, einem britischen Rentnerdorf zwei Stunden von der philippinischen Hauptstadt Manila entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In England hätte ein Pflegeheim pro Woche umgerechnet 550 Euro gekostet. Das war dem Rentner zu viel Geld, zumal er die Atmosphäre in diesen Einrichtungen «immer ganz schrecklich» fand. In einer Londoner Zeitung stieß er auf eine Reklame für Indang Village. Die Humphreys verkauften ihr Haus in Hastings, packten ihre Koffer und bauten sich innerhalb des 19 Hektar großen Geländes von Indang für einen Bruchteil des Verkaufspreises ein Haus nach britischem Geschmack. Raymond Humphrey hat diesen Schritt nicht bereut: Hier in Indang, sagt der Brite, scheine meist die Sonne, die Filipinos seien freundlich und die Lebenshaltungskosten gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rentendörfer boomen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indang Village ist eines von rund zehn Rentnerdörfern für Ausländer auf den Philippinen. In diesem Jahr sollen nach Angaben der «Philippine Retirement Authority» weitere Anlagen über das ganze Land verteilt entstehen. Gespräche mit Investoren laufen auf Hochtouren, sagt Reynaldo de Lion Lingat, Generaldirektor der Behörde. Um die Dörfer herum planen die Investoren den Bau von Supermärkten, Geschäften und Krankenhäusern. Der Besitzer von Indang Village, Gil E. Zarcilla, hat vor kurzem eine ansehnliche Summe in den Bau einer Pflegestation auf dem Gelände investiert. Schließlich, sagt der in England lebende Filipino, sei gerade für ältere Menschen eine wohnortnahe pflegerische Versorgung das A und O.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21.000 Senioren haben sich der Rentenbehörde zufolge für den Lebensabend auf dem Inselstaat entschieden. Jährlich kommen 600 neue hinzu. Die Regierung fördert diese Entwicklung, indem sie für vergleichsweise wenig Geld dauerhafte Rentenvisa vergibt. In Nachbarländern wie Thailand, Vietnam oder Malaysia ist der bürokratische Aufwand höher und das Visum zeitlich begrenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Steigende Kosten für wachsende Rentnerschar im Westen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen weltweit werden immer älter. Im Jahre 2050 wird mehr als ein Fünftel der Weltbevölkerung den Vereinten Nationen zufolge mindestens das 60. Lebensjahr erreicht haben. Die Entwicklung in Ländern wie Deutschland, Großbritannien, Japan oder Italien ist besonders drastisch – hier werden bis 2050 mehr als 30 Prozent der Bevölkerung 65 Jahre und älter sind. Diese Entwicklung geht einher mit steigenden Kosten für Pflege und ärztliche Versorgung – Kosten, die die wachsende Schar an Rentnern durch niedrige Renten und teure Lebenshaltungskosten in Industrienationen schon heute kaum noch tragen kann – Rentner wie die Humphreys. Die Folge: Immer mehr ältere Menschen verlassen ihr Heimatland, um in der Ferne Kosten zu sparen und die letzten Lebensjahre auf der Sonnenseite zu verbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Handelskammern in Manila unterstützen Auslandsrentner&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henry Schumacher und Marc Daubenbüchel von der Europäischen Handelskammer in Manila(Foto: DW/Martina Merten)Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Henry Schumacher und Marc Daubenbüchel von der Europäischen Handelskammer in Manila&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henry Schumacher sieht in der Entwicklung in Europa eine Chance für Länder wie die Philippinen. Deshalb hat der Vize-Präsident der Europäischen Handelskammer in Manila vor drei Jahren eine «Retirement and Healthcare Coalition» gegründet – einen Zusammenschluss verschiedener Handelskammern, der sich als Servicedienstleister für deren Mitglieder und solche, die über die Philippinen als Renten-Ort nachdenken, versteht. «Vor dem Hintergrund der steigenden Pflegekosten in Europa sind die Philippinen ein Paradies», sagt der Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Koalition hat erst kürzlich ein spezielles «Long-Stay-Visitor Programm» entwickelt, das interessierten Rentnern eine Testphase auf dem Archipel ermöglicht. Senioren, die sich für den Gedanken eines sogenannten Second Home begeistern können, ermöglicht ein maximal sechs Monate gültiges Visum einen längeren Einblick. Während dieses Aufenthaltes hilft die «Retirement Koalition» dabei, eine angemessene Unterkunft zu finden, unterstützt die Suche nach guten Krankenhäusern und Ärzten, berät beim Abschluss einer hochwertigen Auslandskrankenversicherung und erstellt auf Wunsch eine elektronische Krankenakte des Rentners, auf der alle wichtigen Krankendaten gespeichert sind. Nicht zuletzt überprüft die Koalition die Qualitätsstandards von Rentendörfern wie Indang Village – dem Zuhause von Raymond und Cleopatra.--&gt;</description></item>


<item><title>bohol-info.de</title>
<link>http://www.bohol-info.de</link>
<description>Aktuelle Informationen, Nachrichten und Tv-Tips von bohol-info.de</description></item>


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<pubDate>10 2010-04-17 07:27:40+0100</pubDate>
<title>Philippinen - Tote bei Anschlag auf Kathedrale</title>
<link>http://www.bohol-info.de/news/index.php?newseinzelnwas=2184</link>
<description>Mindestens sechs Tote und vier Verletzte hat am Dienstag eine Serie von Bombenanschlägen im Süden der Philippinen gefordert. Zwei Sprengsätze detonierten vor der Kathedrale von Isabela City, der Hauptstadt der Provinz Basilan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lesen Sie diesen Beitrag im Original und in voller Länge bei &lt;a href=http://www.domradio.de/aktuell/63144/tote-bei-anschlag-auf-philippinische-kathedrale.html target=_blank&gt;&lt;b&gt;domradio.de&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!--Auch Regierungsgebäude und das Wohnhaus eines Richters wurden in Mitleidenschaft gezogen. Anschließend lieferten sich die unbekannten Täter laut Medienberichten ein Feuergefecht mit Sicherheitskräften, bevor sie auf Motorrädern entkommen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bischof von Isabela, Martin Jumoad, forderte in einem Interview mit dem Sender Radio Veritas ein entschiedenes Vorgehen gegen die Attentäter. „Das Militär und die Polizei müssen die Rebellengruppen, die die Kathedrale in Isabela City angegriffen haben, neutralisieren“, sagte der Bischof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Behörden machen islamistische Gruppierungen für die Anschläge verantwortlich. Die mehrheitlich von Muslimen bewohnten Insel Basilan gehört zu großen Teilen zur „Autonomen Region Muslimisches Mindanao“. Dort kämpfen Rebellen für eine weitgehende Unabhängigkeit von den Philippinen. Alleine im vergangenen Jahr wurden in der Region mindestens vier Bombenschläge auf Kirchen verübt. Seit 1986 sind 16 Geistliche und 9 Ordensfrauen entführt worden. Fünf Priester wurden von ihren Entführern umgebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richter Leo Principe, dessen Haus Ziel eines der Bombenanschläge von Isabela war, hatte 2007 die Verhaftung von 130 Mitgliedern der Rebellenorganisationen „Moro Islamic Liberation Front“ sowie „Abu Sajaf“ angeordnet. Sie wurden beschuldigt, philippinische Armeeangehörige ermordet zu haben, die auf der Suche nach einem entführten italienischen Missionar waren. Dieser war nach 39-tägiger Geiselhaft wieder freigelassen worden. --&gt; </description></item>


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<pubDate>2010-04-17 07:09:26+0100</pubDate>
<title>Philippinen - Gesteinswüste in den Tropen</title>
<link>http://www.bohol-info.de/news/index.php?newseinzelnwas=2183</link>
<description>Die Philippinen-Insel Semirara muss einst ein Naturparadies gewesen sein. Doch von Tieren und Bäumen ist im Norden des 15 mal 5 Kilometer kleinen Eilands nicht mehr viel übrig - dort dominiert die Panian-Mine, die größte der drei Kohleminen der Insel. Sie hat das einst üppig bewachsene Gebiet in eine Gesteinswüste verwandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lesen Sie diesen sehr interessanten Bericht im Original und in voller Länge bei &lt;a href=http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,689381,00.html target=_blank&gt;&lt;b&gt;spiegel.de&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=http://www.leini.de/news/bilder/2010-04-17_Semirara.jpg&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Panian-Mine auf Semirara: Gesteinswüste in den Tropen&lt;br /&gt;
Bild © NASA&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!--Der Energiehunger Asiens wird stetig größer - und mit ihm auch der Raubbau an der Natur. Ein aktuelles Foto aus dem All zeigt, was der Kohletagebau auf einer kleinen Insel der Philippinen anrichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hochaufgelöste Foto, am 31. März von Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) aufgenommen, bietet einen seltenen wolkenfreien Blick auf Semirara. Es zeigt auch, wie dort im Tagebau Kohle abgebaut wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gestein über den kohleführenden Schichten wird abgetragen und auf gewaltige Halden geschafft - mehrere von ihnen sind rund um die Mine gut erkennbar. Nach und nach kommen dabei die Flöze zum Vorschein. An den Innenwänden des gewaltigen Lochs, das einen Durchmesser von rund 600 Metern hat, sind sie als dünne schwarze Linien erkennbar. Auf dem Foto ist auch zu sehen, was mit einem Teil des Abraums geschieht: Er landet in der Sulusee und bildet dort große milchige Wolken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kohle auf Semirara entstand vor 12 bis 23 Millionen Jahren, als die Insel noch keine war, sondern zu einer Küste gehörte. Organische Materialien lagerten sich zwischen Sandstein- und Tonschichten ab, die wiederum von Kalkstein überzogen wurden. Über geologische Zeiträume verwandelte sich das organische Material unter dem immer größeren Gewicht der oberen Schichten zu Kohle. Sie wird heute hauptsächlich zur Stromerzeugung auf den Philippinen verwendet, ein kleinerer Teil wird nach China und Indien verschifft. --&gt;</description></item>


<item>
<pubDate>2010-04-10 14:40:00+0100</pubDate>
<title>Philippinen - Riesen-Waran entdeckt</title>
<link>http://www.bohol-info.de/news/index.php?newseinzelnwas=2172</link>
<description>Auf den Philippinen ist eine neue Art  von Riesenwaranen entdeckt worden. Die Echsen mit dem  wissenschaftlichen Namen Varanus bitatawa werden bis zu zwei Meter  lang, die Männchen sind mit einem doppelten Penis ausgestattet. Es handelt sich demnach um enge Verwandte der Komodo-Warane, die in Indonesien beheimatet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lesen Sie diesen sehr interessanten Bericht im Original und in voller Länge bei &lt;a href=http://www.n-tv.de/wissen/weltall/Riesen-Waran-entdeckt-article811139.html target=_blank&gt;&lt;b&gt;n-tv.de&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=http://www.leini.de/news/bilder/2010-04-10_Riesen_Waran.jpg&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Der Riesenwaran von der Insel Luzon ist erst die dritte vegetarische Waran-Art&lt;br /&gt;
Bild © dpa&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!--Allerdings ernährt sich der Varanus bitatawa im Gegensatz zum Komodo-Waran  nicht von Fleisch und Aas, sondern ausschließlich von Pflanzen. Der Varanus bitatawa ist erst die dritte vegetarische Waranart, die Biologen kennen. Das internationale Team um Rafe Brown von der Universität von Kansas (USA) stellt seine Entdeckung in den «Biology Letters» der britischen Royal Society vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wissenschaftler hatten die Echse anhand der Körpergröße, der Schuppen, der Musterung und des Erbguts als eigene Art identifiziert. Sie bekam den wissenschaftlichen Namen Varanus bitatawa, der sich vom umgangssprachlichen Namen der lokalen Bevölkerung für das Tier auf der nordphilippinischen Insel Luzon ableitet. Die Biologen hatten ein ausgewachsenes männliches Exemplar der neuen Waranart im Sommer des vergangenen Jahres von Jägern bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entdeckung großer Tierarten gelingt nur noch sehr selten. So  sprechen die Forscher nach dem Aufspüren des Riesenwarans von einer «beispiellosen Überraschung». Ähnlich spektakuläre Entdeckungen  wurden in den vergangenen Jahrzehnten etwa aus Tansania bekannt, wo eine bis dahin unbekannte Affenart (Kipunji-Affen) entdeckt wurde,  außerdem aus dem Grenzgebiet von Laos und Vietnam, wo eine zuvor  nicht bekannte Art von Waldrindern (Saola) auftauchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vegetarische Riesen-Waran markiere ein unmittelbares, lohnendes Ziel für den Artenschutz, betonen die Wissenschaftler. Von Schutzbemühungen für die große Echse und ihren bewaldeten Lebensraum würden viele hundert andere Arten von Waldlebewesen profitieren. --&gt;</description></item>


<item>
<pubDate>2010-03-26 15:54:41+0100</pubDate>
<title>Philippinen - Leben mit Taifunen</title>
<link>http://www.bohol-info.de/news/index.php?newseinzelnwas=2146</link>
<description>Busokbusok liegt in der Provinz Aurora, im Herzen des typhoon belt, einer der sturmgefährdetsten Regionen der Erde. In jeder Monsunzeit, etwa zwischen Juni und Dezember, wird die Provinz von rund zwei Dutzend tropischen Depressionen heimgesucht. Diese brauen sich über dem Pazifik zusammen und erreichen die Casiguran-Bucht wie Vorboten des Weltuntergangs: mal als stürmische Himmelsfluten, schlimmstenfalls als «Supertaifun», der sich mit höllischem Heulen und einer Wucht von 250 Kilometern pro Stunde auf krumme Hütten wie jene von Vicente Caparas stürzt. Man kann aber bleiben, meint der 74-jährige, blinde Caparas ganz ruhig, und sagt: «Hier stirbt niemand mit offenen Augen.» Das klingt geheimnisvoll, ist aber eine Redewendung in der Landessprache Tagalog, die bedeutet: «Hier findest du, was es zum Leben braucht, schau nur richtig hin!»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=http://www.leini.de/news/bilder/2010-03-10_Leben_mit_Taifun_1.jpg&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Die meisten der 7107 philippinischen Inseln liegen im sogenannten Taifungürtel. Hunderte Menschen sterben in diesen Wirbelstürmen jedes Jahr - meistens durch Schlammlawinen&lt;br /&gt;
Bild © Christopher Pillitz&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lesen Sie diesen sehr interessanten Bericht im Original und in voller Länge bei &lt;a href=http://www.geo.de  target=_blank&gt;geo.de&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!--Im Durchschnitt zehn Taifune ziehen jedes Jahr über das kleine Dorf Busokbusok hinweg. Mit bis zu 250 Stundenkilometern prügelt der Wind auf die Hütten ein und wirbelt Dächer in die Bucht. Und die Bewohner? Sie bleiben und bauen einfach immer wieder auf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den ersten Blick ist schwer zu erkennen, ob in Busokbusok vorhanden ist, was man zum Leben braucht. Erreicht man das Dorf per Taxiboot aus Casiguran, sieht man zunächst nur einen kleinen Hütten-Klumpen, der sich zu beiden Seiten der Bucht hin verdünnt, bis die äußeren Strohdach- Flecken im dichten Grün der Tropen versinken. «Feeder Road», die ungeteerte Hauptstraße, folgt dem Ufer der Bucht auf einer Länge von 2,5 Kilometern: über Steine, durch Senken, die der Monsunregen zu Tümpeln füllt. Sie reicht von der Grundschule auf einem Hügel am Dorfeingang bis zur Karaoke-Kneipe von Julio Matas, dem einzigen Ort der Zerstreuung. Die ersten Details, die einem Ortsfremden kurz vor dem Anlegen ins Auge fallen, betreffen den lädierten Zustand diverser Hütten. Es sind jene, die beim jüngsten Taifun zu Schaden gekommen sind. Die Bewohner von Busokbusok bewerten einen Taifun nach der Anzahl gefällter Behausungen, also nach dem jeweiligen Obdachlosigkeitsquotienten in ihrer Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber warum sind sie ausgerechnet hierher gekommen? Schließlich sind Taifune keine «Erfindung» von gestern. Als Vicente Caparas, der Pionier, sich am Ostufer der Casiguran-Bucht niederließ, lebte dort noch niemand. Das war zu Beginn der 1960er Jahre, die Bevölkerungszahl der Philippinen lag bei knapp 30 Millionen, einem Drittel des heutigen Standes. Aber die Armut in den Dörfern, verbunden mit den Reizen des Stadtlebens, zog immer mehr Menschen in die urbanen Zentren. Vicente Caparas ging den umgekehrten Weg. In städtischer Armut aufgewachsen, ohne Schulbildung, die ihn zur Hoffnung auf ein geregeltes Auskommen berechtigt hätte, schlug er sich als Stadtfischer durchs Leben: «Ich fischte leere Gin- Flaschen aus den Mülleimern reicher Viertel und lebte vom Pfandgeld. Eines Tages traf ich einen Mann mit einem richtigen Fischernetz und folgte ihm an die Casiguran-Bucht. Als der Mann nach einiger Zeit weiterzog, überließ er mir sein Netz.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=http://www.leini.de/news/bilder/2010-03-10_Leben_mit_Taifun_2.jpg&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Ein Taifun hat der Familie des Tagelöhners Rene Maraño das Dach über dem Kopf genommen - vor Wochen schon&lt;br /&gt;
Bild © Christopher Pillitz&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Caparas blieb, weil er glaubte, dass an der Casiguran-Bucht «niemand mit offenen Augen sterben» könnte. Nicht allein ein reicher Fischgrund lockte dort, sondern auch, wenige Meter vom Ufer entfernt, ein üppiger Wald, in dem sich Land roden und ein kaingin anlegen ließ, eine Lichtung für den Anbau von Bananen, Maniok, Kartoffeln und anderem Gemüse. Es war der perfekte Ort zum Leben aus eigener Kraft. Da er sie ernähren konnte, suchte sich Caparas eine Frau und gründete eine Familie. Hätte sich der ehemalige Stadtstreicher etwas Besseres wünschen können? «Nie habe ich mich nach der Stadt zurückgesehnt», sagt er. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Landflucht in ein besseres Schicksal?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Jahre darauf rückten Holzfäller an und schlugen eine Schneise in den Uferwald hinter Caparas’ Hütte. Der Weg sollte ihr Camp mit einer Landungsbrücke verbinden, von wo aus Lastwagen die gerodeten Stämme ins Meer kippen konnten. Schlepper zogen sie dann über die Bucht zu einem Sägewerk. Die Holzfäller nannten die Piste «Fütterweg», weil sie über ihn mit Nahrungsmitteln versorgt wurden. Als die Holzfirma schloss, blieben Dutzende von Arbeitern zurück, bauten Hütten und schulten um. Aus Holzfällern wurden Fischer, Gärtner, Zimmerleute, Taxiboot-Fahrer, Hühnerzüchter und allesamt Nachbarn von Vicente Caparas. So entstand Busokbusok - im Grunde aus der Idee heraus, dass Landflucht selten in ein besseres Leben führt. Die Taifune: Schicksal. Die Menschen: bereit, es hinzunehmen, dachten sie an das Elend in den Städten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=http://www.leini.de/news/bilder/2010-03-10_Leben_mit_Taifun_3.jpg&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Bis der Rene Maraño Geld für ein neues hat, wird es dauern. Erst einmal langt es nur für Reis&lt;br /&gt;
Bild © Christopher Pillitz&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blickt Vicente Sindac in der Frühe aus seiner Hütte, sieht er den Tag wie eine Wetterkarte über der Bucht aufziehen: meist sonnig, mal mit Wolken, die in den Falten der mächtigen Sierra Madre im Rücken von Casiguran hängen. An diesem Morgen pfeift der «Kapitan», der Ortsvorsteher von Busokbusok, nach seinem Hund und tritt hinaus auf den Strand. Dieser bietet den schnellsten Weg zum Gemeindehaus, dem einzigen Steingebäude im Ort. Und Sindac hat es eilig. Gleich wird der Gemeinderat tagen, wie an jedem zweiten Montagmorgen. Ein herrlicher Tag, kein Taifun weit und breit. Im goldenen Licht der Monsunzeit liegt die Bucht glatt wie ein Tischtuch vor dem Kapitan. Über das Wasser tuckert der «Schulbus» fort, die Banka Nr. 34. Sie bringt Busokbusoks begabteste Schüler zur höheren Schule nach Casiguran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Keine Hilfe von außen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend sitze ich bei Sindac, um mir von den größeren Problemen erzählen zu lassen, mit denen ein Gemeindevorsteher in der Taifunzone konfrontiert sein kann. Vor einiger Zeit wurden auf der Insel Leyte 250 Kinder einer Grundschule von einer Schlammlawine verschüttet. Eine weitere von Taifun- Regenfällen ausgelöste Lawine begrub acht Dörfer zu Füßen des aktiven Mayon-Vulkans. Und am Ende jenes Jahres waren mehr als 1000 Taifun-Opfer zu beklagen. In Mitteleuropa würde man an derlei Katastrophen wohl eine Generation lang denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als die Städter haben die Taifun-Opfer im schwer zugänglichen Busokbusok nie mit Decken und Esspaketen aus internationaler Nothilfe zu rechnen. Wer seine Hütte im Sturm verloren hat, komme bei Nachbarn unter, sagt der Kapitan. Gegen den Hunger gebe es einen kleinen dörflichen Reservefonds aus Konserven. Und ein bisschen Gemüse in den zerstörten Gärten. Dann holen sie Holz und Blätter vom Berg und reparieren ihre Hütten. Oder bauen neue. Und wenige Tage später gleitet ihr Leben zurück in seinen normalen, hastlosen Lauf. Nie warten sie auf Hilfe von außen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=http://www.leini.de/news/bilder/2010-03-10_Leben_mit_Taifun_4.jpg&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Für eine Handvoll Fisch ziehen die Fischer von Busokbusok hinaus aufs Meer&lt;br /&gt;
Bild © Christopher Pillitz&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt lockt die Dörfler nicht, und das hat auch mit dem Walten von «Industries Development Corp.» zu tun, einem Holz-Multi, der das von wertvollen Wäldern überzogene Gebirge im Rücken von Casiguran seit Jahrzehnten ausbeutet. Rund 40 Prozent der Baumbestände dort sind schon gefallen, und wo die Vegetation nicht mehr imstande ist, Boden und Wasser festzuhalten, sind flash floods nach den Taifunschauern die Folge. Fluten, die, wie im Jahr 2004, 70 000 Menschen in der Provinz auf einmal obdachlos machen können. Die Regierung verhängte einen Rodungsstopp. Doch schon acht Monate später durfte der Raubbau weitergehen. Die Corporation, so der Verdacht, hatte wohl einige Politiker gekauft. Von Verrat sprechen sie in Casiguran, und am lautesten tut das dessen Bürgermeister Reynaldo Bitong.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich traf ihn vor einigen Tagen in der Bucht vor Busokbusok. Wie es schien, hatte der Bürgermeister, ein Mann von 75 Jahren, seine Banka in ein Kriegsschiff verwandelt. Mit Sturmgewehren bewaffnete Leibwächter standen auf dem Bootsrand und starrten drohend auf die Ufer. Aus Bitongs Gürtel lugte der Knauf einer Pistole. Ob er gerade auf Rachfeldzug sei, fragte ich. «Nein, Amerikano», entgegnete der Bürgermeister. «Ich erhalte nur viele Morddrohungen. Gestern Nacht hat ein Dutzend Motorradfahrer endlos Runden um mein Haus gedreht. Ich habe kaum geschlafen.» Bitong glaubt, die Corporation wolle ihn zum Schweigen bringen: «Weil ich einen endgültigen Rodungsstopp fordere! Aber ich lasse nicht locker. Nie nachgeben, nie aufgeben, das ist unsere Devise!» &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der ehemaligen Holzfäller-Landungsbrücke, von der nach vielen Stürmen nur noch einige Pfähle aus dem Wasser ragen, treffe ich Pedro Beltran, Endoy genannt. Er ist leicht zu erkennen, weil er seine Ohren mit kleinen Münzen vollgestopft hat, dem Wechselgeld für seine Kundschaft. Endoy ist 67 Jahre alt und «Taxifahrer», ein Fährmann zwischen Dorf und Stadt. Gewöhnlich wartet er mit seiner Banka Nr. 15, bis sich mindestens acht Fahrgäste für Casiguran eingefunden haben, was Stunden dauern kann. Sieben Pesos, elf Cent pro Person, berechnet Endoy für die Fahrt. Gerade steigt er in schlabberiger Unterhose aus der Casiguran-Bucht, dem Dorf-Badezimmer mit Toilette. Ich winke ihm zu, er setzt sich zu mir an den Strand, pult sich ein paar Münzen aus dem linken Ohr, um meine Fragen besser zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=http://www.leini.de/news/bilder/2010-03-10_Leben_mit_Taifun_5.jpg&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Zwei Tagesreisen durch unwegsames Terrain trennen Busokbusok von der Hauptstadt Manila. Im Notfall rechnet niemand mit Hilfe vom Staat - aber auf die der Nachbarn&lt;br /&gt;
Bild © Christopher Pillitz&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was er tue, um die Taifune zu überstehen? Immer dasselbe, antwortet Endoy: Komme Sturm auf, ziehe er sein Taxi aus dem Wasser und binde es an einer kräftigen Palme fest. Dann werfe er ein großes Fischernetz über seine Hütte und binde auch die Netzenden an Bäumen fest: «Das ist wichtig, du musst Dach und Banka immer gut verschnüren!» Und dann? «Dann», sagt Endoy, «gehe ich zu Vicente Caparas und halte ihm die Hand. Der Blinde ist mein bester Freund!» Und wenn dann der Sturm eintrifft? «Dann kehre ich zurück in meine Hütte, schließe Fenster und Türen. Und bete.» Irgendwie bleibt seine Antwort hinter meinen Erwartungen zurück. Immerhin gilt er als Busokbusoks Katastrophenexperte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wohnen unter Vorbehalt&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niemand soll seine Verteidigungsschlacht gegen Taifune so geschickt führen wie Pedro Beltran, wie es in der mündlichen Dorfchronik heißt: Seine erste Hütte in Busokbusok errichtete er 1968. Er fällte einen Mangatsapoy-Baum, zersägte dessen Stamm zu Brettern und zimmerte daraus Wände, Tisch, zwei Stühle und ein breites Bett. Als im September 1970 der Supertaifun «Pitang» heranzog, krochen Endoy, seine Frau Eleuteria und ihre zwei Kinder unter dieses Bett, das, als die Hütte über ihnen zusammenbrach, die Familie schützte. Sein nächstes Haus baute der fromme Endoy neben der Kirche. Trotzdem wurde es zerschmettert, 1980, vom Taifun «Aring». Während des Sturms krochen die Eheleute wieder unter ihre Schlafstelle, wo der Platz knapp wurde, denn inzwischen hatten sie drei Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine dritte Hütte errichtete Endoy auf Stelzen am Strand. Eines Tages - er hat das Jahr und den Namen des Taifuns vergessen - knackte die Hütte in allen Fugen. Die Beltrans verstanden, dass es keinen Sinn haben würde, sich mit ihren nunmehr fünf Kindern unter dem Bett zu verkriechen. Also flohen sie hinaus in den Sturm, der einen Augenblick später die Hütte packte, sie samt Stelzen in die Höhe hob und in die Bucht hinauswarf. Sein viertes Haus stellte Endoy wieder auf festen Boden, unter Kokospalmen neben die Feeder Road. Es hielt so lange, dass er nach dessen Zerstörung durch den nächsten Supertaifun beschloss, es an derselben Stelle wiederaufzubauen. Nachdem aber auch Haus Nummer fünf eines Morgens erschlagen unter umgeknickten Palmen lag, zogen die Beltrans mit Bett und sechs Kindern abermals um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach meiner Abreise haben in kurzer Folge zwei Supertaifune die Casiguran- Bucht getroffen. Babi Coralde, den ich telefonisch in seinem überschwemmten Haus in Casiguran erreichen konnte, meldete, Flash Floods hätten in der Stadt 140 Häuser beschädigt und deren Bewohner in die Hügel getrieben. Und im Dorf? Auch Busokbusok, sagte Coralde, sei von Flash Floods verwüstet worden. Zu viele Rodungen im Waldberg! Zwölf Hütten seien zerstört worden, darunter die von Vicente Caparas, der seither bei seiner Tochter wohne. Von der Hütte der Maraños fehle jede Spur, der Sturm habe sie im Meer versenkt. Die Maraños seien mit ihren Kindern zu den «Negritos» in den Busch gezogen. Aber niemand sei getötet oder verletzt worden, fügte Babi Coralde hinzu. Und Endoy? Hat sein Doppeldach die Taifune überlebt? «Endoy geht es gut. Er und Eleuteria lassen grüßen.»--&gt; </description></item>


<item>
<pubDate>2010-03-26 14:38:29+0100</pubDate>
<title>Philippinen - Walhaie und ein warmes Lächeln</title>
<link>http://www.bohol-info.de/news/index.php?newseinzelnwas=2144</link>
<description>José ist spät dran. Geschickt bahnt er sich seinen Weg über den vollen Marktplatz. Er hastet vorbei an goldgelben Mangos, duftenden Blumen und Hummern auf Eis, weicht elegant dem Zeitungsverkäufer mit seinem schweren Bauchladen aus und grüßt wie jeden Morgen die Marktfrau hinter ihrem Stand. Noch ein paar Meter, dann spürt er den weichen Sand unter seinen Füßen, sieht das türkis schimmernde Meer und die vielen Boote, die sanft im Wasser dümpeln. Dort warten zwei Ehepaare aus Frankreich, die José heute auf einen Segelausflug mitnimmt. Eigentlich ist der 33-Jährige Fischer, doch das Geschäft mit den Touristen ist für ihn lukrativer geworden. Außerdem ist José gerne mit Menschen zusammen. Alleine auf seinem Kutter mitten im Ozean, das war ihm auf Dauer zu einsam. Selbst seine beiden Neffen, die er gelegentlich mitnahm, konnten daran nichts ändern. Mit einem breiten Lächeln begrüßt er seine Gäste am Strand. «Mabuhay» - Willkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=http://www.leini.de/news/bilder/2010-02-20_Reise_Philippinen.jpg&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Die Sonne geht auf über Dimakya Island.&lt;br /&gt;
Bild © Susanna Bloß&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lesen Sie diesen sehr interessanten Bericht im Original und in voller Länge bei &lt;a href=http://www.abendblatt.de/reise/article1389722/Walhaie-und-ein-warmes-Laecheln.html target=_blank&gt;abendblatt.de&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!--Willkommen, so fühlen sich europäische Besucher tatsächlich auf den Philippinen, denn das Land besticht vor allem durch die herzliche Gastfreundschaft seiner Bewohner. Der tropische Archipel im Pazifik besteht aus 7107 Inseln, von denen noch nicht einmal 1000 bewohnt sind. Viele bergen historische Kulturschätze, fast alle haben schöne Strände. Zudem gibt es artenreiche Bergregenwälder und mehr als 20 aktive Vulkane. Erst im Dezember 2009 spuckte der Mount Mayon auf der Insel Luzon wieder mal gehörig Asche und Lava.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Reisende aus Deutschland, anders als etwa in Thailand oder neuerdings Vietnam, eher selten anzutreffen sind - im Jahr 2008 waren es gerade mal 62 000 -, liegt nicht nur an der umständlichen Anreise (mindestens 13 Flugstunden, keine Direktverbindung). Auch schaden immer wieder aktuelle Nachrichten dem Image: Mal geht es um Taifune, die weite Landstriche verwüsten, mal um Rebellen, die Ausländer vom Strand weg entführen. Doch von beidem sollte man sich nicht beirren lassen: Die Taifune lassen sich, ebenso wie die Wirbelstürme in der Karibik, auf bestimmte Monate eingrenzen (Juli bis November), und die Gefahr von Übergriffen besteht nur auf Mindanao sowie bei Aufenthalten auf Basilan und den Inseln des Sulu-Archipels. Typische Urlaubsgebiete wie die Gruppe der Visayas oder die Insel Luzon sind davon nicht betroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wind steht günstig, und so gelangt José, der wie viele seiner Landsleute aufgrund der mehr als 300 Jahre dauernden Kolonialherrschaft der Spanier einen spanischen Namen trägt, mit seinen Gästen schnell aufs offene Meer. Die spanische Sprache konnte sich jedoch nie durchsetzen, und so ist neben der offiziellen Landessprache Tagalog Englisch weit verbreitet. Schließlich waren auch die USA mal Kolonialmacht. Während der Fahrt kommt José mit den Franzosen ins Gespräch. Er erzählt ihnen von den Reisterrassen auf seiner Heimatinsel Luzon, die von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt wurden, empfiehlt ihnen einen Abstecher zu den berühmten Schokoladenhügeln von Bohol - Bergkuppen, die wie mit Kakao gepudert aussehen - und den wilden Orchideen von Cebu. Wer den örtlichen Fähren nicht traut, kann mit dem Flugzeug leicht von einer Insel zur anderen kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor einer der vielen unbewohnten Inseln geht das Segelboot vor Anker. Schnell werden Maske und Flossen ausgepackt. Bunte Korallen und Fische sind in dem kristallklaren Wasser schon von Bord aus zu sehen. Die Naturkulisse an Land versetzt bereits in Staunen, doch unter Wasser wird man noch mehr belohnt. Die Begegnung mit Walhaien, Hammerhaien und Mantas, das Entdecken von Schiffswracks, die Faszination der Hunderte von Metern in die Tiefe abfallenden Steilwände und die Vielfalt der farbenprächtigen Korallengärten versetzen selbst weit gereiste Schnorchler und Taucher in Verzücken. Dabei sind bekannte Namen wie der Tubbataha Reef Marine Park oder das berühmte Naturreservat Apo Reef nur zwei der vielen Höhepunkte unter der Wasseroberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewässer rund um die Insel Palawan zählen zu den besten Revieren des Landes. Sie sind bekannt für ihren außergewöhnlich großen Fischreichtum, die zahlreich gesunkenen Kriegsschiffe aus dem Zweiten Weltkrieg und die fantastischen Sichtweiten von 40 Metern und mehr. Ein guter Ausgangspunkt für unvergessliche Momente ist Dimakya Island an der nördlichen Spitze Palawans. Auf der nur 19 Hektar großen Insel befindet sich das kleine Resort «Club Paradise» mit seinen Strandbungalows und einzelnen Gästezimmern. Im angegliederten Dugong Dive Center kümmern sich Rolf Winkelhausen und Dirk Fahrenbach mit ihrem Team um das Wohl der Taucher. «Für mich zählen die Philippinen und speziell Palawan zu den besten Tauchgebieten der Welt. Nirgendwo sonst habe ich solch eine enorme Artenvielfalt gesehen», schwärmt Rolf Winkelhausen. Seit mehr als zehn Jahren führt der gebürtige Bergisch-Gladbacher hier seine Gäste unter Wasser. «Für uns ist es wichtig, dass die Leute jedes Mal mit einem Lächeln im Gesicht wieder auftauchen.» Das dürfte rund um Dimakya Island nicht schwer sein. Neben standorttreuen Seekühen sind auch Schildkröten und Haie zu beobachten, mehr als zehn gut erhaltene Schiffswracks liegen in unmittelbarer Nähe. Das Hausriff steht seit 15 Jahren unter Naturschutz und dankt dies mit einer intakten Unterwasserwelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch nicht nur das marine Leben zeichnet das Gebiet aus. «Wir haben hier keinen Massentauchtourismus wie in anderen Regionen der Erde. Teilweise sind wir mit unseren Gästen ganz alleine an den spektakulärsten Spots», erzählt Tauchlehrerin Menchie. Wie an den vulkanischen Seen auf Coron Island. Etwa eine Stunde von Dimakya Island entfernt ragen bizarre Kalksteinklippen, zwischen denen sich Lagunen und feine Sandstrände verstecken, aus dem Wasser. Getaucht wird im Barrakuda Lake. Durch den schweren Einstieg - die Taucher müssen in voller Montur über Stufen und Leitern bis zum See klettern - ist der Platz nicht häufig frequentiert. Dabei bietet dieser See etwas Außergewöhnliches. Je tiefer man zwischen den spitzen Felsen abtaucht, desto wärmer wird das Wasser. Der Barrakuda Lake wird von heißen Quellen gespeist. «Eigentlich ist der See glasklar, doch durch die wechselnden Temperaturen fängt das Wasser plötzlich an zu flimmern, und vor einem verschwimmt alles. Man fühlt sich wie in einer anderen Welt.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend steuert José das Segelboot zurück in die geschützte Bucht. Es war ein erfolgreicher Tag. Die Gäste sind von der kleinen Tagesreise begeistert. José verabschiedet sich und schaut den vier Franzosen nach. Er ist zufrieden und freut sich schon auf den nächsten Tag. Denn auch morgen wird er wieder Besucher mit einem Lächeln willkommen heißen dürfen.--&gt;</description></item>


<item><title>bohol-info.de</title>
<link>http://www.bohol-info.de</link>
<description>Aktuelle Informationen, Nachrichten und Tv-Tips von bohol-info.de</description></item>


<item>
<pubDate>15 2010-01-30 09:39:06+0100</pubDate>
<title>Philippinen - Reif für die Inseln</title>
<link>http://www.bohol-info.de/news/index.php?newseinzelnwas=2125</link>
<description>Fische sind immer unterwegs. Alleine oder in Schwärmen. Sie scheinen sehr geschäftig, wedeln mit den Flossen, klappen die Mäuler auf und zu, nuggeln und saugen mal hier, mal dort. Es ist tierisch was los unter Wasser, und die Farben sind wunderschön. Korallen leuchten lila, tiefblaue Fische schwimmen umher oder gelbschwarzgestreifte, und knapp unter der Wasseroberfläche flitzt der perlmuttfarbene Flötenfisch, vorne lang und spitz wie eine Nadel. Alles wirkt so friedlich, wenn man mittendrin schnorchelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=http://www.leini.de/news/bilder/2010-01-30_Bucht_Philippinen.jpg&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Bild © Privat&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lesen Sie diesen sehr interessanten Bericht im Original und in voller Länge bei &lt;a href=http://www.nw-news.de/info/nw_reise/3359376_Philippinen_Reif_fuer_die_Inseln.html target=_blank&gt;&lt;b&gt;nw-news.de&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!--Von Karin Kura&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Philippinen liegen ziemlich fern. Dafür werden Urlauber verwöhnt mit weißen, feinsandigen Stränden. Und vor allem die Inselgruppe Palawan hat noch unberührte Natur zu bieten sowohl über als auch unter Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Philippinen gelten als einzigartiges Schnorchel- und Tauchparadies, besonders reizvoll für Taucher ist das als UNESCO-Weltnaturerbe geschützte Tubbataha-Riff in der Sulusee. Dort tummeln sich auch riesige Meeresschildkröten, Seekühe und Mantarochen. Nicht nur unter Wasser sind die Philippinen eine Reise wert. Naturliebhabern gefällt die Inselgruppe Palawan im Südwesten des Archipels und eine Flugstunde von der Hauptstadt Manila entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Flieger landet auf Busuanga, einer der nördlichen Inseln von Palawan. Das kleine Flughafengebäude ist umgeben von einer weiten Graslandschaft, man sieht bewaldete Hügel, kräftiges tropisches Grün, hier und dort mal ein Reisfeld. Über allem schweben einzelne Wolken und Wölkchen, wie an einer Leine aufgereiht. Palawan gilt als das letzte Naturparadies der Philippinen, mit Regenwäldern und Dschungelgebieten. Es gibt nur wenige Dörfer, staubige Pisten führen hindurch, auf denen die typischen Jeepneys, bunt bemalte und verzierte Busse, holpern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Philippinen bestehen aus 7.107 Inseln und Inselchen. Davon haben über 2.500 nicht mal einen Namen. Viele sind mit schönen Stränden gesegnet. Ideal für den Traum von der einsamen Insel. Jürgen Warnke aus Deutschland hat ihn sich erfüllt. Auf der Mini-Insel Dimakya. An der nördlichen Spitze Palawans gelegen, ist sie nicht mehr als ein Klecks im Meer, mit weißen Stränden, die ins türkisfarbene Wasser hineinführen. Ganz alleine wollte der aus dem Emsland stammende Geschäftsmann nicht auf Dimakya bleiben und errichtete für seine Freunde kleine Bungalows am Strand. Im Laufe der Jahre wurde daraus das Resort Club Paradise. Ein reizvolles und bequemes Plätzchen für Schnorchler und Taucher, denn zur Insel gehört ein Riff mit schönen Korallengärten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urlauber steuern meist die Inselgruppe Visayas an, zu der auch die Insel Bohol zählt. Sie ist bekannt für die «Chocolate Hills». Über tausend schokofarbene Hügel ragen aus dem Dschungel hervor, seltsame Erhebungen, die bis zu 50 Meter Höhe erreichen. Hier ist auch die Heimat der Tarsier, vom Aussterben bedrohte winzige Halbäffchen mit großen Kulleraugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Insel Boracay entspannen sich sonnenhungrige Feriengäste am «White Beach». Der vier Kilometer lange feinsandige Strand gilt als einer der Top-Strände weltweit. Dafür ist Borocay längst kein verstecktes Paradies mehr, am White Beach hört man nicht mehr nur den Wind durch die Palmenblätter rauschen, sondern auch schon mal Bässe wummern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Visayas gehört auch die Insel Cebu. Mit Ankunft des Seefahrers Ferdinand Magellan 1521 begann dort die Christianisierung des Landes. Über Jahrhunderte herrschten die Spanier auf den Philippinen, ab 1898 die Amerikaner. Seit 1946 sind die Philippinen unabhängig. Gerne beschreiben sich die Menschen so: Filipinos besitzen westlichen Geist, ein Latino-Herz sowie eine asiatische Seele. Heute gehören 90 Prozent der Filipinos dem katholischen Glauben an, und auf den Straßen Manilas sieht man schon ab Oktober geschmückte, blinkende (unechte) Weihnachtsbäume. --&gt;</description></item>


<item>
<pubDate>2010-01-12 18:13:48+0100</pubDate>
<title>Philippinen - Neue Reissorte hält Kälte besser aus</title>
<link>http://www.bohol-info.de/news/index.php?newseinzelnwas=2109</link>
<description>Forscher auf den Philippinen haben eine kälteresistent Reissorte gezüchtet. Die Variante werde bereits in Südkorea und Bangladesch getestet, berichtete das Internationale Reisinstitut (IRRI) am Dienstag in Los Baños südöstlich von Manila. Die Reisforscher hatten Gene identifiziert, die für Kältetoleranz verantwortlich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lesen Sie diesen sehr interessanten Bericht im Original und in voller Länge bei &lt;a href=http://www.zeit.de/newsticker/2010/1/12/iptc-bdt-20100112-153-23518108xml target=_blank&gt;&lt;b&gt;zeit.de&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- Ungewöhnliche Kälteeinbrüche wie im indischen Staat Orissa im Dezember oder in Vietnam im Februar 2008 können die Ernte drastisch reduzieren. Auch Südkorea und China erleben immer wieder Ernteausfälle durch unerwartete Kälteperioden. Wenn die Temperatur zu lange zu niedrig ist, produzieren die Pflanzen im schlimmsten Fall keine fruchtbaren Pollen und deshalb keine Körner mehr, berichtete der IRRI-Pflanzenexperte Kshirod Kumar Jena.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Team hat nach der Identifizierung der Genabschnitte, die Kältetoleranz bestimmen, durch Kreuzungen verschiedener Sorten eine neue Variante geschaffen, die ähnliche Kälteeinbrüche schadlos überstehen sollte. Neue Sorten werden vor der offiziellen Zulassung im Feld gründlich getestet.&lt;br /&gt;
Anzeige&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reis ist Hauptnahrungsmittel für hunderte Millionen Menschen in Asien. Die Ertragssteigerungen halten seit Jahren nicht mehr mit dem Bevölkerungswachstum mit. Kälteresistente Sorten könnten auch in Regionen angebaut werden, die sich zurzeit nicht für die eigentlich tropische Pflanze eignen. --&gt;</description></item>


<item>
<pubDate>2009-12-31 06:48:19+0100</pubDate>
<title>Philippinen - Schön und gefährlich - der Mayon</title>
<link>http://www.bohol-info.de/news/index.php?newseinzelnwas=2086</link>
<description>&lt;img src=http://www.leini.de/news/bilder/2009-12-31_Mayon_2.jpg&gt;&lt;br&gt;
&lt;i&gt;Bild © ARD&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bohol-info.de empfiehlt den Tagesthemen-Beitrag «Schön und gefährlich - der Mayon». Eine Videoreportage des NDR Asien-Spezialisten Robert Hetkämper vom ARD-Studio Singapur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Sie finden die Reportage der ARD-Tagesthemen unter &lt;a href=http://www.tagesschau.de/ausland/mayon124.html target=_blank&gt;&lt;b&gt;tagesschau.de&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;</description></item>


<item>
<pubDate>2009-12-26 10:43:55+0100</pubDate>
<title>Philippinen - Erneut Schiffsunglück auf den Philippinen</title>
<link>http://www.bohol-info.de/news/index.php?newseinzelnwas=2082</link>
<description>Nach dem Zusammenstoß einer Passagierfähre mit einem Fischerboot werden auf den Philippinen noch immer 27 Menschen vermisst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
46 Schiffbrüchige wurden nach dem Unglück in der Bucht von Manila gerettet, wie inzwischen ein Sprecher der philippinischen Küstenwache mitteilte. Der Rettungseinsatz dauert noch an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Fähre befanden sich nach Angaben der Küstenwache 73 Menschen. Wie viele Menschen an Bord des Fischkutters waren, ist noch unklar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Philippinen werden kleinere Fährboote traditionell aus Holz  bzw. «Bambus» gefertigt. Laut eines Berichtes der Manila Times handelt es sich bei der verunglückten Fähre ebenfalls um ein überwiegend aus Holz gebautes Boot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Frei übersetzt nach einem Bericht der Manila Times.&lt;/i&gt;</description></item>


<item>
<pubDate>2009-12-26 10:33:14+0100</pubDate>
<title>Philippinen - 50.000 Menschen fliehen vor Vulkan Mayon</title>
<link>http://www.bohol-info.de/news/index.php?newseinzelnwas=2081</link>
<description>&lt;img src=http://www.leini.de/news/bilder/2009-12-26_Mayon_1.jpg&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Bild © Manila Times&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine riesige Aschewolke steht über dem aktivsten Vulkan der Philippinen. Erste Lavaströme fließen aus dem Krater. Experten erwarten, dass der Ausbruch des Mayon unmittelbar bevorsteht und dass die Lava möglicherweise monatelang strömen könnte. Um Opfer zu vermeiden, werden Zehntausende Menschen in Sicherheit gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lesen Sie diesen sehr interessanten Bericht im Original und in voller Länge bei &lt;a href=http://www.tagesschau.de/ausland/philippinen238.html target=_blank&gt;&lt;b&gt;tagesschau.de&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- &lt;i&gt;Von Bernd Musch-Borowska, ARD-Hörfunkstudio Südostasien&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vulkan Mayon in der Provinz Albay im Norden der Philippinen spuckt Rauch und Asche. Die Behörden haben damit begonnen, mehr als 50.000 Menschen in Sicherheit zu bringen. Alle Dörfer im Umkreis von sechs Kilometern werden geräumt. Ein Ausbruch des Vulkans steht offenbar unmittelbar bevor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bernardo Alejandro, der Direktor des regionalen Katastrophenschutzes in der Provinz Albay sagte, man wolle kein Risiko eingehen: «Wir hoffen, dass wir alle Leute hier rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Man muss ja mit der Evakuierung nicht warten, bis der Vulkan ausbricht und es zu spät ist. Unser Ziel ist es, zu vermeiden, dass Leute ums Leben kommen.» &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mayon ist einer der aktivsten Vulkane auf den Philippinen. Schon Anfang November hatten die Behörden wegen seiner zunehmenden Aktivität Alarm geschlagen. Er ist in den vergangenen 400 Jahren rund 50 Mal ausgebrochen. Bei einem Ausbruch im Jahr 1842 kamen 1200 Menschen ums Leben. 1993 gab es fast 80 Tote. Im August 2006 wurden bei einem drohenden Ausbruch des Mayon mehr als 30.000 Menschen in Sicherheit gebracht.&lt;br /&gt;
Angst vor dem Vulkan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon seit Tagen campieren Tausende Einwohner der Dörfer am Fuße des Mayon in Notunterkünften in sicher Entfernung. In Turnhallen und Schulen warten sie darauf, dass die Aktivität des Vulkans wieder nachlässt und sie nach Hause zurückkehren können. Jinki Nitas, eine Mutter von vier kleinen Kindern sagt: «Wir haben jedes Mal Angst, wenn der Vulkan anfängt Rauch und Asche zu spucken.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bauer Abelardo Azul geht noch einmal durch seine Gemüsefelder am Fuße des Vulkans. Die Ernte steht unmittelbar bevor. Wenn der Mayon jetzt ausbreche,  werde alles vernichtet sagt er. Und auch eine Evakuierung zum jetzigen Zeitpunkt wäre schrecklich: «Wir müssen eigentlich in der nächsten Woche unser Gemüse ernten. Wenn wir jetzt evakuiert werden und hier weg müssen, geht alles kaputt.» --&gt;</description></item>


<item>
<pubDate>2009-12-25 11:46:19+0100</pubDate>
<title>Philippinen - Besonders für Schnorchler und Taucher ist die Inselwelt der Philippinen ein Paradies</title>
<link>http://www.bohol-info.de/news/index.php?newseinzelnwas=2078</link>
<description>Ein perfekter Tag in der philippinischen Inselwelt könnte so aussehen: Zunächst ein ausgiebiges Frühstück auf der Terrasse des Re sorts, dann geht es mit dem Auslegerboot zu der unbewohnten Insel Diatoy, vor deren Küste man stundenlang im dreißig Grad warmen Wasser schnorcheln und die bunt schillernde Unterwasserwelt bewundern kann: Blau, gelb, rot und orange leuchtende Korallen, darüber die seltsamsten Fische, mal stromlinienförmig, mal dick und pummelig, mal spitz und dünn, unzählige Launen der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=http://www.leini.de/news/bilder/2009-12-25_Kayangan_Bay.jpg&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Bild © echo-online.de&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lesen Sie diesen sehr interessanten Bericht im Original und in voller Länge bei &lt;a href=http://www.echo-online.de/freizeit/ausflugundreisetipps/reise/asien/art1009,495360 target=_blank&gt;&lt;b&gt;echo-online.de&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- Irgendjemand muss sie wohl gezählt haben. Aus 7107 Inseln bestehen die Philippinen nach offiziellen Angaben, eine davon ist Dimakya Island, ein in der Nähe der größeren Insel Busuanga gelegenes tropisches Paradies mit Sandstrand, Palmen, Korallenriffen und vielen weiteren Attributen, die einen Traumurlaub garantieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später liegt man unter Sonnenschirmen am Strand, die Mannschaft serviert ein kleines Mittagsmenü, und schließlich geht es weiter zum nächsten Riff. Und wieder versinkt man im Zauber der Korallenlandschaft, deren farbenprächtige Bewohner zum Greifen nah sind. Mit viel Glück kann man mitunter sogar einen Dugong sehen, der zur Familien der Seekühe gehört. Als das Boot in der Dämmerung wieder nach Dimakya zurückkehrt, starten dort gerade die Fliegenden Hunde, die den Tag über an den Bäumen gehangen haben, mit viel Geschrei zum abendlichen Rundflug. Vielleicht unternimmt man dann noch einen kleinen Spaziergang zur Aussichtsplattform in der Mitte der Insel oder bestaunt die Warane, die gemütlich über den Weg zu einem kleinen Tümpel spazieren. Das Abendessen wird bei Fackelschein am Strand serviert, dazu zeigen Mitarbeiter des Resorts einen traditionellen Feuertanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitunter gesellt sich Resortchef Jürgen Warnke zu den Gästen und erzählt, wie es ihn in die philippinische Inselwelt verschlagen hat. Warnke stammt aus dem Emsland, in den sechziger Jahren baute er in Hongkong eine Handelsfirma auf und war als Repräsentant des Textilunternehmens Steilmann viel in Südostasien unterwegs. «Irgendwann bin ich mal auf dieser Insel gelandet. Da dachte ich sofort: Das ist es.» Es dauerte allerdings noch einige Zeit, bis er den Plan realisieren konnte. 1988 wurde der Pachtvertrag für die Insel abgeschlossen, 1990 war die Eröffnung des Resorts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Honeymooner aus Korea, aber auch viele DeutscheWarnke besaß zwar keine Erfahrungen in der Hotelbranche, aber der «Club Paradise» hatte Erfolg. Allerdings war eine lange Durststrecke zu überwinden. Nach Anschlägen islamistischer Rebellen in den Jahren 2001 und 2002 gab das Auswärtige Amt eine Reisewarnung für die Philippinen aus. «Das war eine schlimme Zeit. Da waren wir hier manchmal ganz alleine», erinnert sich Warnke. Seit 2006 geht es wieder aufwärts. Die meisten Gäste kommen aus Südostasien, aber auch viele Deutsche schätzen die Idylle auf der nur knapp 20 Hektar großen Insel. «Die Honeymooner aus Korea bleiben im Durchschnitt zwei Nächte, die Deutschen dagegen zwölf Nächte», sagt Warnke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Korallenriffe rund um die Philippinen zählen zu den reizvollsten Tauchgründen der Welt. Das Dugong Dive Center, das seinen Sitz auf Dimakya Island und im «El Rio y Mar»-Resort auf Busuanga hat, bietet Tauchkurse und Exkursionen zu vorgelagerten Riffen an. Eines der schönsten ist das drei Bootsstunden entfernte Apo Reef. Taucher schwärmen von der sechzig Meter abfallenden Felswand, an der man Schildkröten, Rochen und die harmlosen Riffhaie beobachten kann, oft aber auch Hammerhaie und Barrakudas, bei denen Vorsicht angebracht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch auf den Philippinen sind nicht mehr alle Riffe ökologisch intakt. Nicht nur die Dynamitfischerei, sondern auch der lautlose Einsatz der Chemikalie Cyanid haben einige Unterwasserregionen geschädigt. Schon lange gibt es Erziehungsprogramme der Regierung, aber besser ist der persönliche Kontakt. Menchie R. Almirol, Tauchlehrerin im Dugong Dive Center, hat die Fischer in den Küstenorten auf Busuanga besucht, um ihnen klarzumachen, dass sie mit Dynamit und Cyanid zwar kurzfristig mehr Fische fangen, aber auf Dauer ihre Lebensgrundlage zerstören. Die Mahnungen hatten offenbar Erfolg. Außerdem haben viele Dorfbewohner Arbeit in den Touristenresorts gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tagbanuas auf Coron Island bleiben dagegen auf Distanz zum Tourismus. Die Ureinwohner der südlich von Busuanga gelegenen Insel genießen einen Sonderstatus und wollen ihre heiligen Orte bewahren. Für Besuchergruppen zugänglich ist nur der Kayangan Lake. Von der Bootsanlegestelle an der Kayangan Bay muss man über einen Treppenweg zu einem Felsgrat aufsteigen, von wo sich ein prachtvoller Blick über die im Meer verteilten Felsbrocken bietet. Nach dem Abstieg auf der anderen Seite des Grats erreicht man den Binnensee, der sich durch besonders klares und sauberes Wasser auszeichnet. Es lohnt sich, einen Schnorchel mitzunehmen. Zwar gibt es hier keine sonderlich markanten Fische, die spitzen Kalksteinformationen unter Wasser erwecken aber den Eindruck einer gefluteten Tropfsteinhöhle. Der von steil aufragenden Felswänden umgebene See hat eine traumhafte Akustik. Vogelstimmen und das Geplätscher im Wasser hallen von den Wänden zurück. Aber man scheut sich davor, durch laute Rufe ein Echo herauszufordern. Einem heiligen Ort soll man so etwas nicht antun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück an der Bucht erklärt Rodolfo C. Aquilar, Stammesführer der Tagbanuas, warum man die anderen Süßwasserseen auf Coron Island nicht besuchen darf: «Da leben Ungeheuer in der Tiefe, die darf man nicht stören, sonst entsteht ein großes Unheil». Auch mit dem Riesenoktopus, der eine kleine Felseninsel bewache, sei nicht zu spaßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die Tagbanuas noch immer ihre traditionelle Lebensweise pflegen, profitieren sie doch vom Tourismus. Besucher der Insel müssen eine kleine Gebühr entrichten. Viele Einheimische fertigen Körbe und Bastmatten, die in der gegenüberliegenden Stadt Coron auf Busuanga verkauft werden. Den größten Ertrag bringen die Schwalbennester, die die Stammesangehörigen von den Felsklippen holen. «Die Chinesen zahlen viel Geld dafür», sagt Aquilar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Meeresenge zwischen Busuanga und Coron Island gibt es viele Tauch- und Schnorchelgründe und Badestellen. Da kann man zum Beispiel - je nach Stand der Gezeiten - unter einem Felsvorsprung hindurchschwimmen oder -tauchen und findet sich dann in einer romantischen Lagune wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffällig auf den Philippinen sind die ungekünstelt freundlichen Menschen. Wer durch die Straßen und über lokale Märkte bummelt, kommt leicht mit Leuten ins Gespräch, was auch deshalb gut gelingt, weil die meisten Filipinos englisch sprechen. Sogar die Polizisten und Zöllner am kleinen Flughafen von Busuanga machen gerne mal einen Spaß und albern mit den Besuchern herum. Vielleicht hat diese Unbeschwertheit damit zu tun, dass hier der Massentourismus mit all seinen negativen Begleiterscheinungen noch keinen Einzug gehalten hat. Im Land der 7107 Inseln ist noch unendlich viel Platz für Träume und Initiativen aller Art.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass diese Umwelt erhalten wird, ist nicht nur eine wohlklingende Parole der Behörden. Einen kleinen Beitrag leistet auch die Tauchschule auf Dimakya Island. In einer kleinen Station werden die jungen Schildkröten, die zu schwach waren, um nach dem Ausschlüpfen am Strand den gefährlichen Weg ins Meer zu schaffen, so lange aufgezogen, bis sie stark genug sind. Am frühen Morgen werden sie dann in die Freiheit entlassen. Die Besucher können die kleinen Wesen aus einer Schüssel nehmen, sie in den Sand setzen und zusehen, wie sie ins Wasser laufen, erst von den Wellen zurückgespült werden, immer mal wieder auftauchen und dann im Meer verschwinden. «Vielleicht werden einige von ihnen wieder auf unsere Insel zurückkommen, um hier zu brüten», hofft Menchie. --&gt;</description></item>


<item>
<pubDate>2009-12-10 19:06:49+0100</pubDate>
<title>Philippinen - Ab ins Blaue - Inselgruppe der Calamianen</title>
<link>http://www.bohol-info.de/news/index.php?newseinzelnwas=2063</link>
<description>&lt;i&gt;Wer Touristenschwärme umgehen will, findet auf der Inselgruppe der Calamianen fast unberührte Strände und Top-Reviere für Taucher und Schnorchler.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Benimmregeln der Tagbanuas sind denkbar einfach: «Hinterlasse nichts außer Fußabdrücke. Schlag nichts tot außer Zeit. Nimm nichts mit außer Fotos und Erinnerungen.» Die Tagbanuas sind ein uraltes Volk, das auf der Insel Coron, die wiederum zur Inselgruppe der Calamianen gehört, lebt. Häuptling Rodolfo C. Aquilan (er selbst bezeichnet sich gern als Vorsitzenden) empfängt uns mit Nike-Baseballkappe und cooler Sportsonnenbrille. Man lebt hier in erster Linie vom Fischfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=http://www.clubparadisepalawan.com/resortinfo.php border=0 target=_blank&gt;&lt;img src=http://www.leini.de/news/bilder/2009-12-10_Dimakya.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Bild © clubparadisepalawan.com&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lesen Sie diesen sehr interessanten Bericht im Original und in voller Länge bei &lt;a href=http://kurier.at/freizeit/reise/1961501.php target=_blank&gt;&lt;b&gt;kurier.at&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- Zwei der vielen traumhaften Seen Corons sind für Besucher zugänglich, die anderen sind tabu. Sie sind Heimat von bösen Geistern. «Und wenn wir sie in Ruhe lassen, lassen sie uns auch in Ruhe» erklärt der Vorsitzende ziemlich entwaffnend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Calamianen gehören zu den 7107 Inseln der Philippinen. Im Norden des größeren Archipels Palawan gelegen, findet man hier noch ein relativ ursprüngliches Territorium. Inseln wie Borracy haben traumhafte Sandstrände zu bieten, sind aber fest in touristischer Hand. Zumal auch die Filipinos selbst gern dort Urlaub machen, was für einen entsprechenden Auflauf sorgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Coron fasziniert aber nicht nur aufgrund seiner Bewohner. Bizarr geformte Kalksteinklippen sorgen für eine umwerfend schöne Szenerie. In den teilweise unter Naturschutz stehenden Gewässern lässt es sich wunderbar schnorcheln. Überhaupt finden Wasserratten in den Gewässern der Calamianen tolle Schnorchel- bzw. Tauchreviere. Rund dreieinhalb Bootsstunden von der Inselgruppe entfernt liegt das Apo-Riff, eines der besten Tauchgebiete überhaupt. Wer Wracktauchen mag, hat rund um Coron unzählige japanische Schiffswracks aus dem 2. Weltkrieg zur Auswahl. Und auf den Seegrasfeldern kann man mit Glück die friedlichen Seekühe beim Weiden beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch perplexer über den Tierbestand ist man bei einem Besuch der Insel Calauit - hier wähnt man sich in der Savanne Afrikas, wenn plötzlich Giraffen und Zebras den Bus umringen. Das kam so: Kenias legendärer Präsident Kenyatta hatte in den 1970ern den philippinischen Präsidenten Marcos zu Gast, fragte ihn, was er ihm schenken könnte und Marcos meinte, er hätte gern ein paar Tiere. Und so waren kurz darauf einige Giraffen, Zebras und Antilopen auf dem Weg Richtung Philippinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marcos verscheuchte die Einwohner der Insel Calauit und siedelte die Tiere dort an. Die Einwohner kehrten zurück, nachdem Marcos seinerseits verscheucht worden war. Die Tiere sind geblieben und leben im Einklang mit der «alteingesessenen» Fauna. Der Besucheransturm hält sich freilich in Grenzen. Rund 200 sind es pro Monat, erklärt unser Guide Roli. In den Regenmonaten sind es weniger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Gewässern zwischen den Inseln gehen Perltaucher ihrer Arbeit nach. Die größte Perle der Welt wurde in den 1930er-Jahren vor Palawan gefunden. Das Ding, das ungefähr so groß wie ein Fußball ist, befindet sich heute in den USA. Die Amerikaner waren Herren über die Philippinen, nachdem man sie den Spaniern für 20 Millionen Dollar abgekauft hatte. Die spanische Kolonialvergangenheit ist immer noch gegenwärtig. Man zahlt in Pesos, findet im Norden Luzons die Sierra Madre und das Cap Ildefonso. Und die amerikanische Hinterlassenschaft bestimmt das Transportwesen auf den Philippinen zu Lande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Jeepney&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausende von Jeeps, die die Amerikaner nach ihrem Abzug zurückgelassen hatten, wurden von den Filipinos liebevoll zu kleinen Bussen, den Jeepneys, umgestaltet. Mittlerweile fährt man mit gebrauchten japanischen Motoren - was die Jeepney-Eigner nicht davon abhält, z. B. einen Mercedes-Stern aufzukleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil, wie unser Guide in Manila versichert, die Taxifahrer die größten Halsabschneider unter philippinischer Sonne sind, benutzt man gern den Jeepney. Die Fahrt kostet sieben Pesos (ca. 10 Cent) für die ersten drei Kilometer, danach einen Peso pro Kilometer. Dabei haben die Jeepney-Fahrer die wundersame Begabung entwickelt, genau zu wissen, wo welcher Fahrgast eingestiegen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Dimakya&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jeepneys fahren auch auf den Inseln, dort aber meist auf staubigen Schotterpisten. Die Fahrgäste, die sich dabei mit beiden Armen an den Stangen der&lt;br /&gt;
Decke festklammern, mögen dabei vielleicht aussehen wie ein Haufen Orang-Utans bei einer Fahrt ins Blaue, aber es funktioniert, und die nächste Schiffsanlegestelle ist bald erreicht.&lt;br /&gt;
So tuckert man dann von der Hauptinsel Busuanga (wo sich auch der neu eröffnete Flughafen befindet) in 30 Minuten zur kleinen Insel Dimakya. Der Deutsche Jürgen Warnke hat ebendort vor 20 Jahren ein kleines Refugium ins Leben gerufen, den Club Paradise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort kann man entweder entspannen, die angeschlossene Tauchschule besuchen oder zu Bootsausflügen aufbrechen. Guides wie Ricky setzen einen an menschenleeren Traumstränden ab. Man bleibt dort, so lange man Lust hat bzw. bis koreanische Flitterwöchner im Partnerlook auftauchen und für romantische Fotos zu posieren beginnen. Spätestens dann sollte man wieder den Anker lichten. Der nächste leere Strand und das nächste Riff zum Schnorcheln sind aber schnell gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nicht Bootfahren mag, kann vor Dimakya auch das eigene Hausriff zum Tauchen oder Schnorcheln nutzen.&lt;br /&gt;
Es gibt im Reich der Calamianen eigentlich nur ein bestimmtes Riff, dem man fernbleiben soll. Dort wohnt nach Legende der Tagbanuas der Riesen-Oktopus. Und den sollte man tunlichst in Ruhe lassen, wie uns der Herr Vorsitzende versichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Info&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beste Reisezeit&lt;br /&gt;
Dezember bis Mai (Trockenzeit). Während der Regenzeit von Juni bis November hohe Luftfeuchtigkeit und Taifun-Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Flug&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Günstige Flüge ab Wien bieten derzeit die arabischen Airlines Emirates (via Dubai) und Qatar (via Doha) an. Preisbeispiel für Flug hin-retour im Jänner 2010: Emirates ab ca. 910 €, Qatar ab ca. 950 €.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achtung aber bei Inlandsflügen zu kleineren Inseln. Da sie mit kleinen Propellermaschinen angeflogen werden, gibt es oft Gewichtsbeschränkungen für Gepäck von 10 bzw. 15 Kilo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Sicherheit&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den vergangenen Jahren gab es auf den Philippinen wiederholt Bombenanschläge. Das Außenministerium weist darauf hin, dass es bei Bombendrohungen zu vorübergehenden Evakuierungen von Hotels kommen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Impfungen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine vorgeschrieben, Basisschutz empfohlen (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A/B, Typhus), für die Inselgruppe Palawan auch eine Malaria-Prophylaxe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Preisniveau&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Essen in guten Restaurants kostet umgerechnet etwa 5 bis 10 €. Währung: 1 € entspricht derzeit ca. 71 Philippinischen Pesos. --&gt;</description></item>


<item>
<pubDate>2009-11-30 18:46:48+0100</pubDate>
<title>Philippinen - Der Koboldmaki in Gefahr</title>
<link>http://www.bohol-info.de/news/index.php?newseinzelnwas=2057</link>
<description>&lt;i&gt;Von Michael Frantzen&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tropischer Regenwald, soweit das Auge reicht: Für den winzigen Koboldmaki der perfekte Lebensraum. Inmitten des immergrünen Dickichts fällt er kaum auf. Anderthalb Meter über dem Boden döst das nachtaktive Tier, wissenschaftlich Tarsier genannt, auf einem Baum vor sich hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Besucher des eingezäunten Schutzgebietes der «Tarsier Stiftung» hier in Bohol würden ohne die Adleraugen von Carlito Pizarras achtlos an ihm vorbei laufen. Zwei, drei Mal am Tag führt der Tierschützer Interessierte durch das sieben Hektar große Gelände, wenn er nicht gerade in den Urlaubsorten mit Touristen spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=http://www.leini.de/news/bilder/bohol_tarsier.jpg&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Bild © bohol-info.de - Andreas Leininger&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lesen Sie diesen sehr interessanten Bericht von Michael Frantzen im Original und in voller Länge bei &lt;a href=http://www.dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/1073543/ target=_blank&gt;&lt;b&gt;dradio.de&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- «Wir versuchen ihnen klar zu machen: Wenn ihr den Koboldmaki sehen wollt, in seinem natürlichen Umfeld, kommt zu uns. Schaut ihn euch nicht in irgendwelchen Käfigen an. Die Betreiber der Bootsverleihe und Andenkenbuden halten die Tiere in Gefangenschaft, weil sie so süß aussehen. Viele Touristen wollen sie unbedingt fotografieren und anfassen. Der ganze Rummel stresst den Koboldmaki ungemein.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher lebten Koboldmakis nicht nur am Fuße der braunen Chocolate Hills, sondern auch in den Außenbezirken der Inselhauptstadt Tagbilaran. Doch die Zeiten sind vorbei. Wie überall auf den Philippinen wird auch auf Bohol immer mehr Wald abgeholzt. Gut für die Holzindustrie, schlecht für den Koboldmaki. Sein Lebensraum ist inzwischen so klein geworden, dass das philippinische Umweltministerium ihn zur bedrohten Spezies erklärt hat. Davon weiß auch die Biologin Aleksandra Havel zu berichten. Die Tschechin forscht seit einem halben Jahr im Reservat über das Sozialverhalten des Winzlings mit der markanten Stimme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Wir wollen die Stimmen der Koboldmakis zu Forschungszwecken aufnehmen und sie vergleichen. Wir haben deshalb überall im Wald kleine Sender aufgebaut. Wir hoffen, so mehr über ihr Sozialverhalten zu erfahren. Es gibt darüber bislang keinerlei Forschungsergebnisse. Uns interessiert: Wie bewegt er sich? Wie groß ist sein Territorium? Wie kommunizieren die Tiere miteinander?»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als sein Verwandter auf Indonesien, ist der philippinische Koboldmaki Einzelgänger. Nur zur Paarung treffen sich Männchen und Weibchen, der Akt dauert ganze fünf Sekunden. Hoch sensibel sei der Koboldmaki, betont Carlito Pizarras - in Gefangenschaft würde er elendig zu Grunde gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Die meisten Besitzer haben keinen blassen Schimmer, wovon sich der Koboldmaki überhaupt ernährt, von Insekten nämlich und Fröschen. Sie geben ihm Hühnerfleisch. Das verträgt er aber gar nicht. Sein Fell wird dadurch ganz trocken. Doch selbst bei artgerechter Ernährung geht er in Gefangenschaft früher oder später ein. Vor lauter Stress begeht er spätestens nach einem Monat Selbstmord. Der Koboldmaki hört einfach auf zu atmen oder schlägt mit seinem Kopf solange gegen das Gitter, bis er bricht. Sein Schädel ist ja extrem dünn.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon seit Jahren versucht die «Tarsier Stiftung», die Besitzer der Tiere zu artgerechter Haltung zu verpflichten - bislang vergeblich. Einen Erfolg konnten Carlito Pizarras und seine Mitstreiter immerhin verbuchen: Auf ihr Betreiben hin brachten einige Parlamentarier im Landesparlament von Bohol ein Gesetz zum Schutz des Koboldmaki auf den Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Das Gesetz ist in Planung. Es soll sicherstellen, dass es zukünftig verboten ist, den Koboldmaki in Käfigen zu halten. Aber nun ja: Die Gesetzgeber kommen nicht so richtig voran.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wundern muss einen das nicht. Die Philippinen zählen zu den korruptesten Ländern der Welt. Ein, zwei Schecks aus den Händen eines der mächtigen Tourismusmagnaten der Tropeninsel - heißt es hinter vorgehaltener Hand - und schon hat der eine oder andere Volksvertreter Abschied genommen vom Artenschutz. Gut für seine Geldbörse, schlecht für den Koboldmaki. --&gt;</description></item>


<item>
<pubDate>2009-11-12 09:12:40+0100</pubDate>
<title>Philippinen - Erneut Aktivitäten von Vulkan Mayon</title>
<link>http://www.bohol-info.de/news/index.php?newseinzelnwas=2032</link>
<description>Der Vulkan Mount Mayon («magayon», schön) nahe Legaspi ist wieder aktiv. Am frühen Mittwoch Morgen (Ortszeit) spuckte der Vulkan Aschewolken in die Luft, in den nahegelegenen Dörfern rund um den Vulkan ging ein Ascheregen nieder. Die Erde bebte rund drei Minuten lang, wobei Gesteinsbrocken am Kraterrand des Mount Mayon weithin sichtbar in roter Farbe glühten. Forscher des Philippinischen Institutes für Vulkanologie sehen dies als mögliches Anzeichen für eine bevorstehende Eruption des Vulkanes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bereits im Jahre 2006 sind Räumungen der umliegenden Dörfer möglich. Offizielle der lokalen Regierungsbehörde riefen dazu auf, sich vom Kraterrand des Vulkanes fernzuhalten. Der Mount Mayon liegt nahe der Stadt Legaspi und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Er ist einer der aktivsten Vulkane der Philippinen. Seit Beginn der seismologischen Aufzeichnungen brach der Mount Mayon bereits 48 Mal aus, letztmalig im Jahre 2006. Angaben von Seismologen zufolge, zeige er bereits seit Juli vermehrte Aktivitäten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Frei übersetzt nach einem Bericht der Manila Times&lt;/i&gt;</description></item>


<item>
<pubDate>2009-11-08 09:51:18+0100</pubDate>
<title>Philippinen - Paddeln rund um Palawan</title>
<link>http://www.bohol-info.de/news/index.php?newseinzelnwas=2020</link>
<description>&lt;i&gt;Von Angela Allemann&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An die 45 Inseln gibts in El Nido, im Norden der philippinischen Insel Palawan, eine schöner als die andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Superlative sind schnell zur Hand angesichts dieser grandiosen Natur. Mystisch, magisch, traumhaft - so erscheinen die schroffen Kalksteinfelsen, die steil und wuchtig aus dem türkisblauen Meer aufragen, entweder karg und schwarz oder bis oben hinauf mit tropischer Vegetation bewachsen. Wie von Riesenhand hingetupft in den unterschiedlichsten Formen und Grössen, meist umrahmt von einem hübschen Band schneeweissen Strandes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=http://www.leini.de/news/bilder/2009-11-08_el_nido.jpg&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Bild © Hector Garcia / wikimedia&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lesen Sie diesen sehr interessanten Bericht im Original und in voller Länge bei &lt;a href=http://www.tagesanzeiger.ch/leben/reisen/Paddeln-rund-um-Palawan/story/21312204 target=_blank&gt;&lt;b&gt;tagesanzeiger.ch&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- Der Tourismus hat die einzigartige Insellandschaft von El Nido auf den Philippinen erst spät erreicht. Ein Glücksfall für die Unterwasserwelt, die mit strengen Regeln für die Besucher intakt gehalten werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor wir uns in dieser Welt zu Land, zu Wasser und darunter bewegen dürfen, gibt es erst einmal eine kleine Lektion. Auf schwankenden Bootsplanken doziert Nokki, unser Führer für alle Aktivitäten rund um das Resort, über die hiesige Fauna und Flora, Gefährliches und Ungefährliches, alles geschützt, fast alles endemisch. 200 tropische Fisch-, 100 Korallenarten und vieles mehr beleben das Marine-Schutzgebiet der Bucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Abfallbeutel für jeden Besucher&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Öko-Checklist soll helfen, die raren Spezies zu lokalisieren. Jeder Tourist bekommt zudem einen sogenannten Green-Bag (wobei G.R.E.E.N für «Guard, Respect, Educate El Nido» steht). Er wird allen Abfall fassen, der nicht biologisch abbaubar ist - und das ist eine ganze Menge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt nur zwei Luxus-Resorts im ganzen Archipel. Auf der Insel Miniloc das kleinere für 50 Gäste - die strohgedeckten Cottages stehen zum Teil auf Stelzen im Wasser und sind in gemütlichem Freiluftstil gehalten. Die elegantere und etwas grosszügigere Version mit Swimmingpool, gediegenem Klubhaus und Spa befindet sich auf der Insel Lagen, zwischen Strand und dichtem, tropischem Wald. Honeymooners schätzen die abgeschiedene Lage, Naturliebhaber die Mangroven und den steilen Wald, der zum Klettern einlädt und Heimat von rund 100 Vogelarten ist. Dass beide Resorts nach neusten Umweltschutzstandards geführt werden und ökofreundliche Exkursionen durchführen, brachte ihnen 2008 den Umweltpreis der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (Asean) ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Fische, Krabben und Muscheln&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Schwimmen mit Jack», jauchzen die Kinder am Strand von Lagen. Sie bekommen nicht genug von den silbern schimmernden Schwärmen von Jackfischen, die gierig nach den dargebotenen Tintenfischhäppchen schnappen. Einige lassen sich auf eine Unterwasserbegegnung mit den wendigen Kreaturen ein, total erstaunt, dass sie ihnen an der Haut schnuppern. Sie wird sich wundern, die Generation Nemo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas später ist Inselhüpfen angesagt. Wiederholt wechseln wir das Boot, steigen auf dem offenen Wasser in ein kleines um, das an einer Boje festgemacht ist, um das küstennahe Riff nicht zu beschädigen. Weit draussen dann, wo ein Anker nicht schaden kann, in einen grösseren Ausleger. Wir fahren nach Snake Island - eine Sandbank, die sich wie eine Schlange quer über die Bacuit Bay schlängelt. Die Ebbe legt sie fast trocken: Krabben, Muscheln und anderes Getier krabbeln und kräuseln sich um unsere Füsse. Eine blaue Qualle segelt haarscharf an unseren Beinen vorbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Vogelnester und Fledermäuse&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter gehts zur Höhle der Insel Pinasil. El Nido soll seinen Namen von den essbaren, kostbaren Nestern («nido» auf Spanisch) erhalten haben, welche die Swiftlets, eine Schwalbenart, in die Ritzen der Kalksteine hineinbauen. Der Zugang verlangt akrobatisches Geschick. Feucht, dunkel und geheimnisvoll ist es im Innern der Höhle, still wie in einer Kathedrale. Fledermäuse verstecken sich hoch oben im kargen Gestein, die begehrten Nester auch, Tropfsteinformationen zeigen das imposante Werk von 250 Millionen Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Naturwunder entdecken wir während einer Lagunentour. Majestätisch umstehen uns die gewaltigen, dunklen Kalkfelsen, als wir in den türkisfarbenen Wassern der grossen Lagune ankommen. Ein paar Auslegerboote warten schon, wir sind nicht die Einzigen die das Spektakel der Lagune erleben wollen. Zwei, drei Pet-Flaschen schwappen auf den Wellen, vom nächtlichen Sturm angetrieben. Erste Anzeichen, dass es nicht einfach ist, das Paradies jungfräulich zu erhalten - trotz den Green-Bags.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In kleinen Zweierkajaks zwängen wir uns durch die schmale Lücke in den Felsen. Was für eine Pracht, was für eine Ruhe, nur der eigene Paddelschlag ist zu hören, während wir unsere Runden ziehen. «Hier ist gutes Schnorchelgebiet», sagt Nokki und weist auf ein Riff nahe dem Ufer. Schwimmflossen an, Taucherbrillen auf, und schon gleiten wir ab in die geheimnisvolle Unterwasserwelt. Riesenmuscheln schnappen vor unseren Augen auf und zu, Korallen wiegen sich im Wasser. Winzige, witzig neonfarbene Clownfische, die in enger Symbiose mit den Seeanemonen leben, wieseln umher, majestätische Papageienfische zeigen ihr blaugrünes Kleid, Meeresschildkröten segeln lautlos durchs Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Nemo ist kleiner als im Film&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nemo habe er sich anders vorgestellt, meint der zehnjährige Nick, als wir erschöpft und hungrig auf der Entalula-Insel beim Picknick sitzen: «Viel grösser und orangefarben mit dicken, weissen Streifen.» Klar, so wie im Film. Schnell entspinnt sich eine Diskussion über die Qualitäten der philippinischen Wasserwelt. «Riesige Fische gibts hier nicht», sagt der Führer und Fachmann Jovenly, «dafür ist die Artenvielfalt einzigartig.» Naturkatastrophen, das Dynamitfischen vergangener Jahrzehnte und Parasiten hätten den Riffen, vor allem den Korallen, zwar Schaden zugefügt. Doch der konsequente Schutz der letzten Jahrzehnte habe fast alles wiedergutgemacht. Und letztes Jahr seien sogar künstliche Korallenmodule aus Keramik im Norden von Miniloc eingesetzt worden, um den Bestand zu verbessern. Ein Projekt, das auch der WWF unterstützt.&lt;br /&gt;
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Wos am schönsten ist, will uns Jovenly vor der kleinen Simisu-Insel zeigen. Doch da stellt er bedauernd fest, «zu raue See», sodass wir eine geschützte Bucht auf Miniloc aufsuchen. «Von hier schnorcheln wir bis zum Resort.» Oje, das sieht weit aus, doch tapfer machen wir uns auf den Weg. Und in der Tat, was wir zu sehen bekommen, ist prächtig. Barrakudas, Snapper in grosser Vielfalt und allen Farben, majestätische Doktorfische, hässliche, giftige Steinfische und Rochen, gross wie Elefantenohren, bahnen sich ihre Wege durch Schwämme, Korallen und Farne. Es ist das perfekte Zusammenspiel der Elemente, das begeistert. Die Zeit verstreicht da wie im Flug.  --&gt;</description></item>


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